ist gewiss auch schon früher vorhanden gewesen, und so war
das Ergebnis nicht @ sondern ;. Dieses £ ist teilweise bewahrt,
teils ist es, wie mhd. £ zu e weiter entwickelt worden.
5.84. Demnach entspricht mhd. ü:
l. £ in: tstal Zügel, kig kican (beide Formen für den
Sing.) Küche, krimal Krume, krimaln, fookrimalon (krümelen)
in Krumen zerreiben, filcan Fohlen, mil Mühle, kinik König,
fio”, for für;
II. 7 in: fz%% (mhd. für) vor, zwar über, iwrig übrig,
triwar drüber:
III e in: boakemaın bekümmern, den dünn, zen Sünde,
brek Brücke, termoalig (türmelic) schwindelig, garempal (Lehnwort,
beruhend auf missverstandenem: gerümpel, wie es in
der „verfeinerten“ Ma. heisst, für mhd. grempel) Plunder,
wertloser Kram, depan (tüpfen) Topf, auch in: Depaweilor
Düppenweiler, Dorf bei M., mek Fliege, Mücke, trekon drücken,
glek Glück, Sesal Schüssel, retsan rutschen, kesan (küssen)
Kissen, derfan dürfen, knepm knüpfen, Slesal Schlüssel, berst
Bürste, ments Münze.
IV. Wörter, die w statt o haben, haben in umgelauteten
Formen %: grisa grösser, ftolcan Vögelchen, /zl Vögel.
Mhd. iu.
.$..35,.. Sowohl der alte Diphthong, als das durch @-Umlaut
entstandene mhd. iw ist regelmässig zu &? geworden.
Es ist durch Verlust der Rundung mit ? zusammengefallen,
wie £ gleich ü war.
Beispiele: meis Mäuse, deit$ deutsch, leit Leute, nein
neun, Sei» Scheuer, dein teuer, deiwol (Nbf. deifenka») Teufel,
iseig Zeug, heizy Häuser, leis Läuse, feict feucht, freint Freund,
feio% Feuer, beidal Beutel.
Auf 4 gehen zurück: now (nüwe, Jol. stets nüe) neu,
hout heute, zu mhd. sü, zw lautet der Plur. zowan, loudon
läuten, oudar (üter, mndd. üder) Euter.
Anm. Infolge proklitischer Verwendung ist iuch zu üch > &
zeworden.