fauran fahren, wonten warten, bönt Bart, gan” gar (adj. u.
adv.), ot Art, pop” Paar, tsamt zart. könt Karte, gan” Garn,
gintan Garten.
III. 2 (0%) erklärt sich durch früh eingetretene Dehnung
vor s und t, in einigen Fällen nach Ausfall von h, in folgenden
Wörtern:
nut Nacht, nvtminl Abendmabl, vt acht (in achtgeben),
winsan wachsen, woos (mhd. wase) Rasen,
nos Nase, lot Lade, wıans (wase) Base.
Hierbei ist zu beachten Ersatzdehnung 50 bei Ausfall
des h, während sonst Kürze vo vorliegt.
TV. Ausserdem ist schon @ für die Ma. ım 12. Jh.
(vgl. 8 50) anzusetzen für a vor w und d in folgenden
Wörtern, die gemäss 88 50 und 52 behandelt sind:
gröwoan Graben, graben, giwal Gabel, Snöwsl Schnabel,
nowoal Nabel, höwam Hafer,
$anpdan Schaden, indes. (Urk. v. 1307 ader, vgl.
Horn, Beitr. 24, 405) oder.
V. Zu III. gehört ferner brönt (bräht, braht) gebracht.
Diese weiter verbreitete Kürzung ist für Jolande von Meier
S. XXMHI, für Veldeke v. Braune Zs. S. 265! nachgewiesen.
Vor Consonantenverbindungen bes. cht ist sie eingetreten.
Mhd._d.
$_50. Mhü. 4 ist als Länge @& nur in Fremd- und
Lehnwörtern erhalten. In den übrigen ist es zu dem dunkeln
Guttural 5 geworden.
Anm. Die Verdunkelung des 4 kann schon für das 12. Jh.
und für das ganze mfrk. Gebiet angenommen werden. Es geht
dies aus den Reimen der Dichter und Verwechselung der Schreibung
(@ für ö und umgekehrt) hervor. Floyris (ed. Steinmeyer,
Zs. fda. 21, 820 ff.) v. 17 römen: räten; Aegidius (Rödiger, Zs.
fda. 21 u. 22, 145 ff.) v. 245 brähte: süchte; dass letzteres vo zu
sprechen ist, geht nach Braune, Zs. 270 aus güte : note v. 277 hervor.
Busch sagt S. 183: im mir. Leg. ist a häufig mit o gereimt
und die Reime schienen dem Dichter ziemlich rein: harte: hörte
558, varen : geboren 453, sagen : gelogen 49. Desgl. Jol. Meier
S. XXIII über d, s. Beisp. dort.
ı W. Braune, Über Heinrich v. Veldeke, Zs. f. dph. 4, 249 £.
citiert; Braune Zs.