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\ I. September 1896 feiert unser Kasino sein 100jähriges
Stiftungsfest und kann sich somit rühmen, eines
der ältesten im Rheinlande zu sein.*) Freilich gab
die Tradition noch in den 6oer Jahren an, dass die
französischen Republikaner die Gesellschaft begründet
hätten, aber das Gegentheil ist der Fall: Die „Alldaıesigen“
knüpften nach der Schreckenszeit ihre
alten gesellschaftlichen Verbindungen wieder an. Die
Kasino-Chronik sagt darüber:
„Schon in den Jahren 1770—1780 hatte sich eine Abendgesellschaft
für die Herbst- und Winterabende gebildet. Diese Gesellschaft
wurde in dem Hause des damaligen Hofkonditors Forster in dem
Billard-Saale und einem kleinen daranstossenden Zimmer des oberen
Stockwerks gehalten. Es war dies das einzige Billard, das damals
in Saarbrücken existirte. Die Gesellschaft war schon ziemlich zahlreich
und wurde von der fürstlichen Beamtenschaft und der Kaufmannschaft
besucht; sie hatte aber weiter keine Statuten. Jedes Mitglied
zahlte dem Hauseigenthümer jährlich 2 Gulden, dafür blieb das
sonst nicht viel besuchte Billard und das kleine Nebenzimmer zur
alleinigen Disposition der Gesellschaft für ihre Abendversammlungen.“
Aus den Jahren 1776—19783 sind interessante Rechnungen über
die Bälle der Gesellschaft erhalten; sie geben uns die Namen der
Theilnehmer:
*) Die Bonner Lesegesellschaft wurde 1787, das Koblenzer
Kasino 1808, das Trierer 1818 gegründet.