1870 standen 65 Mitglieder unter den Fahnen.
Nach dem Kriege fand am 9. Juli 187% ein glänzendes Fest zu
Ehren der Offiziere und Kriegsfreiwilligen statt, dessen die Regiementsgeschichte
der 7. Ulanen rühmend gedenkt.
Am 209. März 1876 gaben die Städte den scheidenden Ulancn
ein Fest im Kasino; die 7. Dragoner ersetzten sie als Garnison, und
viele von den Offizieren waren willkommene Gäste in der Gesellschaft.
Die nach dem Tode von Gymnasiallehrer Küpper angestellten
Rendanten hatten sich wenig bewährt; erst seitdem Herr Germann
diese Stellung erhielt (z. Febr. 1882), traten bessere Zustände ein.
Die Zinsen der Anleihen und der Aktien wurden 1886 auf 4° s
herabgesetzt.
Eine Durchsicht und theilweise Umänderung der Statuten fand
1887 statt. Es wurde unter anderem bestimmt: ı) der Vorstand besteht
aus 7 (statt 5), der Ausschuss aus 15 (statt ı3) Mitgliedern.
2) Die Generalversammlung fasst ihre Beschlüsse durch einfache
Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder. (Früher waren oft
Generalversammlungen ungültig wegen zu geringer Betheiligung.) Das
Strafgeld von einem Thaler für diejenigen, welche bei der Generalversammlung
ohne Entschuldigung ausblieben, fiel weg. 3) Die unständigen
Mitglieder unterliegen nicht mehr der Ballotage sondern
werden durch Vorstand und Verwaltungsrath aufgenommen. 4) Die
Einführungszeit für Nichtmitglieder wird von 3 auf ı Monat verkürzt.
4) Aufnahme von Damen als Kartenmitglieder findet statt.
Das ganze Öffizierkorps des 70. Regiments trat 1887 der Gesellschaft
bei und wurde durch ein Festessen im Kasino begrüsst.
Bei Gelegenheit der 25jährigen Gedenkfeier für die Schlacht
bei Spichern hatte das Kasino die Ehre Se. Königl. Hoheit, den
Grossherzog von Baden, als hohen Protektor des Festes in seinen
Räumen zu sehen: die beiden Städte gaben ein glänzendes Frühmahl.
Bauten, 1866-—1896.
Der Weinkeller genügte 1881 dem steigenden Bedürfniss nicht
mehr, deshalb wurde ein anstossendes Grundstück für 9960 Mark erworben
und auf diesem ein geräumiger Weinkeller errichtet. Die
Ausgaben für diesen Bau und für eine Gartenhalle, zwischen dem
Gebäude und der Kegelbahn, betrugen 40000 Mark. Fernerhin erschien
es 1889 wünschenswerth, die unteren Zimmer geschmackvoller
und behaglicher einzurichten; sie bekamen mit einem Aufwande von
7500 Mark eine neue Ausstattung mit Möbeln und Buffet, der Gartensaal
erhielt Wandvertäfelung und einen neuen Fayence-Ofen. Bald
machten sich andere Bedürfnisse geltend: Der Weinkeller im Hause