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sie bis zum Erschrecken angestarrt. Andere Wagen folgten
und ihnen wandte das vergnügungssüchtige Mädchen seine
Aufmerksamkeit zu, wodurch es auch nicht bemerkem konnte,
was weiter zwischen den beiden Personen, dem Herzog und
seinem Vertrauten, vorging.
Dem Gefährt des Herzogs mit seinem prächtigen Sechs—
gespann folgte nach und nach eine ziemliche Anzahl Reiter
und Wagen verschiedener Art, letztere besetzt mit für die
Jagd geputzten Kavaliere und Tamen, jung und alt, häßlich
und hübsch, während andere Kavaliere und Offiziere in ihren
bunten Uniformen nebenher ritten. Das plauderte, lachte
so lustig und munter hinüber, herüber, als ob bei den
Reitenden und Fahrenden nur größte Lust und Freude
herrschten. Ein äußerst zierlicher und mit Blumen und Amo—
retten bemalter Wagen fiel Elsa besonders auf; in ihm saß
nur eine Dame, dach mehrere reichgekleidete Kavaliere und
Offiziere ritten ihm zur Seite, die nicht auffallend höflich u.
galant mit der Inhaberin des schönen Gefährts zu unter—
halten suchten. Die Dame dünkte Elsa schön von Gestalt
und Angesicht, doch noch weit schöner wollte ihr der Putz,
das gebauschte bunte Seidenkleid mit seinen Spitzen erschei—
nen, und besonders der glänzende Schmuck, mit den schim—
mernden Steinen, welche die Dame in ihrem hochfrisierten
Haar, an ihrem weitentblößten Halse, wie an den Armen
trug.
Vorüber zog's um Anderm Platz zu machen.
Abermals ritt ein Trupp Jäger heran, teils auf Pferden,
welche wieder grunbemalte Wagen zogen, und auf denen
die Beute der heutigen Jagd aufgehäuft lag. Da gab es
ganze Berge geschossener Fasanen, die mit ihrem prächtigen
bunten Gefieder einen gar traurigen Anblick boten, doch
dem schauenden Mädchen nur staunende Freude zu machen
schienen. Es war auch mehr ein grausames Morden, als eine
echte Jagd gewesen; der Herzog hatte allein an hundert
Fasanen geschossen, die man vor ihm aufgetrieben und
unrettbar seiner Büchse verfallen waren. — Vorüber! —
borüber! —
Nun nahten in schnellem Lauf die Hunde, von ihren
Leitern und Dienern gehalten, eine prächtige Meute, doch
laut bellend und kläffend. Sie bildeten den Schluß des fürst—
lichen Jagdzuges. Elsa empfand bei dem grellen, ihr immer
nähertönenden Geheul plötzlich eine entfetzliche Angst; jetzt
erst bemerkte sie, daß sie frei an der Landstraße stand, und