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Henry zuckte bei dieser, nicht ohne Humor geendeten
Rede des Offiziers verächtlich die Achseln und wollte sich
ohne ein Wort der Erwiderung entfernen, als der Offizier
ihn diesmal ziemlich unsanft am Arm faßte und ihm in
drohendem Tone zuraunte:
„Halt da! So entkommt Ihr mir nicht. Ich habe Euch
nieinem Freunde und unserer braunen Schönen zu Liebe,
als Kavalier behandelt und will es auch serner also halten.
trotzdem Ihr meine Worte durchaus nicht höflich beant⸗
wortet. Nochmals: Einer von uns ist hier zu viel, der De—
gen mag entscheiden, wer den Platz zu räumen hat.“
„Wenn Ihr es denn nicht anders wollt, meinetwegen!“
antwortete nach einem kurzen Zögern der Jäger.
„Endlich! — Also morgen Vormittag nach der Parade.—
dort unten auf der Homburger Ebene. Ist die Zeit Euch
recht und bequem?“
„Einverstanden.“
„Ihr folgt mir, ein passendes Plätzchen im nahen Walde
wird sich schon finden. Ihr nehmt den Säbel meines Freun—
des — denn mit Eurem Messer werdet Ihr Euch doch nicht
mit mir schlagen wollen?“
„Für meine Waffe sorge ich und sie soll der Euren
mindestens ebenbürtig sein.“
„Um so besser! Auf morgen denn, mein werter Herr
Dümmler — denn so müßt Ihr ja heißen, wenn Ihr der
Bruder jener blonden Madonna seid — und möge unsere
braune Schönheit uns den Gang segnen! Doch merkt's
Euch! Einer von uns muß sein Blut und seine Ansprüche
auf jene dort auf dem Platze lassen. Dabei bleibt's!“
Während die Beiden leise und eifrig mit einander ge—
redet, hatten die Mädchen den Vater Tümmler bewillkommt
und wach leiser, flüchtiger Zwiesprache in das Jagdhaus ge—
führt. Als er bei dem Husarenoffizier vorübergekommen,
hatte dieser den alten Mann ebenfalls und in ehrerbietigster
Weise gegrüßt, was ihm einen schüchternen Blick des Daukes
aus den blauen Augen Louisens eingetragen.
Nun trat Herr von Scharfeneck auf den Freund zu, faßte
ihn lachend unter dem Arm und sagte:
„Komm', Hans! Der Zweck unseres heutigen Auszuges
oder vielmehr unserer Jagd — denn heute ifst ja Montag,
der Tianen geweihte Tag — wäre erreicht. Du hast Deinen
blonden Engel von Angesiicht zu Angesjicht gesehen, einen
Blick von ihm erhascht, der Dich in den siebenten Himmel
gehoben. Meine braune Schönheit hat mir in's Gesicht ge—
lacht und mir nur ihre Perlenzähne gezeigt, doch dafür haͤbe