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der Sohn trat vor dem Soldaten zurück, denn verdäch—
tiges Geräusch tras sein Ohr. Rasch sprengte er auf das
Häüuschen zu und ries mehreren Männern, die dort im
Freien weilten, ein lautes: „Halt! — Werda?“ zu.
„Henry! — Er ist's.“
So tönte es ihm im folgenden Augenblick wie aus
einem Munde entgegen und „Hans! — Limburger!“
jauchzte der Kapitän, dann wollte er vom Pferde springen,
um die Freunde, welche ihn am Ton der Stimme erkannt
hatten, zu umarmen.
Doch der dicke Limburger schlug jetzt sein Gewand aus—
einander und brachte eine Laterne zum Vorschein, womit er
mit weit aufgerissenen Augen den Ankommenden und seine
berittenen militärischen Begleiter musterte. Endlich fand er
die Sprache wieder.
„Das ist rechte Hilse zur rechten Zeit,“ schrie er in
einem wahren Freudentaumel. „Soldaten — und Tu an
ihrer Spitze?! Sind es auch Franzosen, Feinde, sie sollen
uns cls Freunde willkommen sein, denn unser Feldzug gilt
ja dem gemeinsamen Feinde!“
Rasch hatten die Männer sich verständigt, Henry die
traurigen Nachrichten über den Vater erhalten, der drinnen,
sich wieder besser fühlend, unter der Obhut eines erprobten
Dieners Altheim's weilte.
„Seine beiden Kinder soll er zugleich wiedererhalten!
En avant! “ries Henry, von einem heiligen Eifer durchglüht,
und sprengte dem nunmehr ebenso bunten als zahlreichen
Zuge voran.
Bald war man bei dem Kioster angelangt und rasch
verteilte der Kapitän seine Leute, die der Limburger nach
den verschiedenen Ausgängen führte, diese zu besetzen. Nun
wurden Fackeln angezündet und unter lautem Halloh dröhn—
ten die Schläge wider die geschlossene Klosterpforte.
Toch nichts regte sich in dem großen, düsteren Gebäude;
nur das Echo der Stöße und Schläge hallte dumpf durch
die fernen Gewölbe und Gänge.
DTer Kapitän befahl Ruhe, dann rief er mit lauter
Stimme:
„Im Namen der Repubilik, öffnet! oder ich erzwinge
mir den Eingang mit Gewalt und alle Folgen kommen dann
über Euch.“
Unter lautloser Stille erwartete die aufgeregte Menge
die Antwort auf diese energische Aufforderung
Nichts erfolgte, nur glaubte man in der Ferne, in den
Klostergebäuden eine schwache Frauenstimme zu vernehmen.