Full text : Der Karlsberg

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lichen und großen Sieg errungen, mit dem er vor der Hand
zufrieden sein bonnte.
So machte der wackere Kämpe denn rasch und recht
oergnügt Kehrt und eilte auf bekanntem Wege dem Ausgang
des Klosters zu. Hier kam er noch glücklicher Weise zur
cechten Zeit an, um ein Schließen der eisenbeschlagenen
Thüre zu verhindern, wozu eine atemlos daherlaufende
Nonne der Pförtnerin schon von Weitem zuschrie. Toch
der Limburger beseitigte die allzudiensteifrige Schwester
seines armen Freundes Dümmler auf eine etwas unsanfte
Weise und gewann das Freie, nicht ohne vorher den beiden
entsetzten und kreischenden Nonnen ein sehr bezeichnendes
„Baldiges Wiedersehen“ zuzurufen. Tann trollte er sich
heimwärts, wenn auch noch fortwährend vor Erregung
keuchend und schnaufend, doch dabei immer ruhiger und
ruch zufriedener mit sich und der vollbrachten Heldenthat
verdend.
Daheim stattete er dem alten Tümmler einen Bericht
ab, der mit der Wirklichkeit gar nichts gemein hatte, doch
oon Hosfnung, und daß der Vater sein Kind bald wieder—
erhalten würde, überfloß. Tem Kranken wurde dadurch
eine Linderung, die keine Arznei ihm hätte geben können,
und ruhig schlummerte er endlich nach der Aufregung des
traurigen Tages ein, um von seinem Lieblinag, dem er wieder—
gefunden, zu träumen.
Nun nahm der Limburger Herrn Hans von Altheim bei
Seite und erzählte diesem den wirklichen Her- und Aus—
gang seines Auftrages.
Der junge Mann geriet darüber in eine ungewöhnliche
Aufregung, die jedoch mehr freudiger als ängstlicher Na—
tur war. Die Erkenntnis der Wahrheit konnte bei Louise
nur in einer seinen Hoffnungen günstigen Weise wirken.
Toch sagte er sich zugleich auch, daß jetzt gehandelt werden
müste. Was konnte sich nicht Alles in den allernächsten Ta—
gen in dieser furchtbar bewegten Zeit ereignen? was konnte
aicht mit Louise in dem Kioster geschehen?, gab diese ihren
Gefühlen über die mit ihr vorgenommene Täuschung Aus—
druckꝰ wenn sie, überzeugt, daß man sie so entsetzlich be—
trogen, sich gegen das, aus solchem sündigen Leben hervor—
zegangene klösterliche Verhältnis auflehnte? Tie Folgen
waren nicht abzusehen und gehandelt mußte werden.
Solchen Gedanken gab Hans von Altheim Ausdruck
und das Resultat der heimlichen Unterredung der beiden
Männer war, den morgenden Tag abzuwarten, zu ersorschen,
was während dieser Zeit in dem Kloster vorgegangen, und
            
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