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Feuer des Hasses aufleuchten ließen und ihr sagten, daß
die Ankunft der Rächer, der Soldaten der Freiheit, sich
nur noch um Tage verzögern könne.
Da trat der Abgesandte des Herzogs, oder viel—
mehr Destner's, in ihr Zelt und richtete mit befehlen—
den Worten seinen Auftrag aus.
Erstaunt vernahm Jana die Rede des Jagdjunkers,
anfänglich brauste es in ihr auf, dann aber verstummte
sie und schien nachzusinnen. Endlich nahm ihr Ant—
litz einen furchterregenden Ernst an und mit ihrer tiefen
Stimme sprach sie:
„Ich werde kommen.“
„Sogleich! also lautet der Befehl Seiner Durchlaucht,“
ergänzte der Jagdjunker.
„Ich werde kommen, wenn es an der Zeit ist — frei—
willig! und nicht nach dem Besehle Deines Fürsten. Das
sage Deinem Herrn.“
Die Zigeunerin hatte in einer so imponierenden Weise
gesprochen, daß der Jagdjunker erstaunt zurückfuhr und
einen drohenden Fluch hinunterschluckte, der sich zuerst über
seine Lippen hatte stehlen wollen. Noch einmal, nur
schüchterner wiederholte er seine Aufforderung, doch Jana
antwortete ihm nicht, sie beachtete den goldbetreßten jungen
Kavalier nicht einmal mehr. In die Kissen ihres ehemals
so prächtigen Divans gestreckt, schien er für die Sinnende
nicht weiter vorhanden zu sein.
Der Herr Jagdjunker kehrte nach dem Karlsberge zu—
rück; vor dem Thore traf er den Forstmeister Destner, der
ihm die Antwort auf seine Botschaft mit finster zusammen—
gezogenen Brauen abnahm, dann voraus nach dem Schlosse
sprengte, um sie dem harrenden Herrn zu überbringen.
Der Herzog hörte den Bericht Destner's mit auffallender
Ruhe an, er fühlte wohl, daß, wie für ihn die Zeit der
unumschränkten Herrschast, für seine Unterthanen, selbst für
die elenden Zigeuner die des blinden Gehorsams vorüber
sei. Sein Drohen und Wüten war nutzlos, weil unge—
fährlich geworden. Keiner zitterte mehr, wie früher, selbst
nicht der elendeste Bauer, wenn Er die Brauen runzelte.
Es war vorbei, eine neue Zeit begann, wie für den Knecht,
so auch für den Herrn.
Diese und ähnliche Gedanken mußten wohl auf dem
Heimwege ihn beschäftigt und seine Aufwallungen be—
schwichtigt haben. Als Destner geendet, erfolgten keine Zor—
nesausbrüche, finster schritt er einige Male in seinem Ge—
mache auf und nieder, dann aber sagte er nur die Wort?: