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einen unbesiegbaren Widerstand fanden, und mit herzzer—
reißenden Tönen „Louise! — Louise!“ rufend, sank er ver—
nichtet, wie leblos auf die Bank zurück.
Als er wieder zu sich kam, waren die beiden Nonnen,
Vouise und die Aebtissin, verschwunden und vor ihm stand
seine Schwester, die ihm mit sanflten Worten Vorwürfe
machte, über sein Ungestüm, wodurch er ein Wiedersehen
mit Schwester Regina erschwert habe. Denn die Frau Aeb—
tissin habe befohlen, ihn nur dann wieder in das Parloir
zu lassen, wenn er ruhiger geworden und keine solche ent⸗
setzliche Szene mehr zu befürchten wäre. Schwester Regina
iolle einstweilen für ihren Vater beten.
Der alte DTümmler sagte nichts. Er fühlte sich unfähig,
gegen die finstere Macht, welche ihm sein Kind geraubt, an—
zukämpfen und mußte sich fügen, dulden und schweigen,
wollte er auch nicht den letzten Trost verlieren, den trau—
rigen Anblick seines Lieblings hinter dem Gitter seines
Kerkers entbehren.
Der wackere Limburger ehrte den Schmerz des Vaters
und schwieg, trotzdem es ihm zu Mute war, als b man
ihm das Herz aus der Brust gestohlen. Doch am Abende,
da fand der Alte Trost in den Armen, an der Brust Alt—
heim's, der zur rechten Zeit gekommen war, um, wenn auch
selber hoffnungslos, den Mut des Vaters so viel als möglich
wieder aufzurichten. Auch dem niedergedrückten Jäger
wurden von Seiten des jungen Mannes Worte, die wohl⸗
thätig wirken mußten. Der Limburger verschluckte einen
Fluch, wusch sich eine einsame Thräne aus dem Auge und
drückte mit der Rechten die Hand Altheim's so kräftig, daß
dieser von dem Vorsatze des treuen Gefährten, in Geduld
auszuharren und auch ferner sein Schicksal zu ertragen,
vollständig überzeugt ward.
Tie nächsten Tage brachten den drei so gewaltig auf—
geregten Gemütern in etwas die Ruhe zurück.
Vater Tümmler trat mit seinem Führer die Fahrt
nach Kem Kloster wiederum an und sprach diesmal mit
seinem Kinde. Geschah dies auch nur im Beisein und unter
Aufsicht der Aebtissin und waren es auch nur wenige Worte,
welche Louise mit dem Vater wechselte, so hörte diefer
doch den Klang der Stimme seines Kindes, und zum ersten
Male kehrte der arme alte Mann mit einem stillen Glück
im Herzen nach seinem Heim zurück.
Abermals vergingen mehrere Tage, der Alte hatte sich
scheinbar in sein Schicksal gefügt und kin ruhiges, geregeltes
Leben wollte für die Insafssen des kleinen Häuschens be