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in Glut versetzen, versengen mußten. Wenn auch die Worte,
indem sie sein Ohr trafen, ihn nichts weniger als eut—
zückten, denn das in Aussicht gestellte Ziel konnte durch—
aus nichts Verlockendes für einen Mann seines Schlages
haben, so vermochte er doch nicht weiter darüber nachzu—
denken, oder gar irgend eine Einrede zu wagen. Er mußt?
sich dem Taumel überlassen, in den die Liebesglut der
feurigen Schönen ihn hineinzuziehen wußte, und er genoß
denn auch den schönen Augenblick, ohne sich weiter um das,
was er gehört, zu kümmern. Ein Gedanke an das tolle
Projekt hätte ihm ja auch sein selten schönes Glück ver—
sien können und das wäre eine unverzeihliche Sünde ge—
wesen.
Als sich das Paar später trennte, hatte Scharfeneck der
Geliebten wohl die heißesten Schwüre ewiger glühender
Liebe in üppigster Menge dargebracht, doch kein Wort der
Erwiderung auf ihre überraschenden Enthüllungen und Zu—
kunftsträume gesagt. Plötzlich mahnte Elsa ihn daran.
„Teine Vorschläge und Ideen sind wundervoll, meine
Göttin,“ entgegnete Scharfeneck, Elsa ein letztes Mal an sich
pressend, „doch nicht so leicht auszuführen, wie Du denkst.
Laß mich überlegen.“
„Gut!“ entgegnete Elsa rasch und mit bestimmtem Ton.
„Morgen Abend erwarte ich Dich, dann wirst Du mir Deine
Antwort sagen. Ich werde indessen meine Vorbereitungen
treffen, denn mit leeren Händen folge ich Dir nicht.“
Scharfeneck unterdrückte eine Grimasse, dann fragte er
erstaunt:
„Glaubst Du morgen Abend wieder — frei zu sein?“
„Ich bin es, wenn ich es sein will,“ srief Elsa trotzig.
„Morgen Abend erwarte ich Dich. Für den Herzog bin ich
krank, nach der Tafel verlasse ich ihn und lebe nur noch
für Dich, für Dich, Du Heißgeliebter.“
— *88 einmal trafen sich die Lippen zu einem langen
usse.
Endlich riß sich Scharfeneck los und mit einem „Auf
wotgen Abend denn!“ enteilte er dem prächtigen Papagei—
Salon.
Draußen empfing ihn Melanie, welche ihn vorsichtig
bis zu dem geheimen und sicheren Auszgang des Appar—
tements geleitete, doch nicht ohne den Tribut eines Kus—
ses bewilligen zu müssen, ehe sie sich von Scharfeneck zu
trennen vermochte.
Tie Lauscherin hatte schließlich noch höchst
Wichtiges vernommen.