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Destner, doch scine Stimme, seine Aufregung noch immer
glücklich bezähmend.
„Ich müßte und würde es thun, ich kann und darf
nicht anders!“ klang es bestimmt, doch schon bedeutend
ruhiger, als früher.
„Dann bist Du ein Undankbarer — pfui!“ sagte Dest—
ner mit gut gespielter Verachtung. „Und wie gegen mich,
wirst Du auch einmal gegen Deine Herrin, die Du jetzt ver—
götterst, undankbar handeln.“
Das traf. Destner hatte das Gold wieder eingesteckt
und eine Wendung gemacht, als ob er sich entfernen wollte.
„Halt da!“ rief der Riese, sichtlich in Verlegenheit.
„Es soll nicht von Jonas Wambach gesagt werden, daß er
undankbar gewesen. Ich weiß, daß Ihr mir immer gut
waret, werde es Euch nicht vergessen und, zum Beweise,
will ich — —“
„Mich einlassen? So ist's recht, Jonas.“
„Nein!“ klang es in gutmütigem Trotz. „Aber ich
will selbst zu Madame gehen, ihr sagen, daß Ihr hier seid
und was Ihr wünscht.“
„— Meinetwegen!“ rief Destner nach einer Pause, die
Brauen finster wieder zusammengezogen, denn er mochte
wohl das Vergebliche dieses Schrittes ahnen.
Der Wilde war mit seiner Keule, sich tief bückend, durch
die innere Thür verschwunden, doch im folgenden Angenblick
klirrte ein Riegel, und Destuer, der tiefatmend in dem
Gemach auf und ab schritt, wußte nun, daß ein gewaltsames
Eindringen in die Gemächer Elsa's eine Unmöglichkeit ge—
worden war. Ein grimmiges Lächeln überflog seine finsteren
Züge, doch er mußte sich bezähmen, denn es konnte immer
noch sein, daß Elsa ihn vorließ. F
Eine ziemliche Weile verging und der Forstmeister hatte
Zeit, einigermaßen Ruhe und Fassung zu erringen, da klirrte
der Riegel wieder, die Thür öffnete sich, doch diesmal nur
zur Hälfte, und Jonas, der Wilde, mit samt seiner Keule
erschienen unter dem Eingange, den die breite Gestalt voll—
ständig ausfüllte.
„Nun, was hat Deine Herrin beschlossen?“ rief Destner
mit klopfendem Herzen.
In kaltem, geschäftsmäßigem Tone, wie bei einer mili—
tärischen Meldung, entgegnete Jonas:
„Madame lassen dem Herrn Forstmeister sagen, daß es
sie ungemein freuen würde, denselben zu sehen —“
„Ah!“
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