Full text : Der Karlsberg

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Eine höhnische Lache schlug Elsa auf und sauste
weiter.
„Fluch Tir — Metze!“ keuchte die blutend am Boden
Liegende, einen Blick voll Haß und Wut der Reiterin nach—
sendend, welche bereits jenseits des Platzes im Walde ver—
schwunden war.
Jetzt jagte der Herzog an dem Weibe vorüber, er
wandte das Gesicht, um in der so rücksichtslos Niederge—
rittenen nicht Jana zu erkennen.
Auch der junge Oberst der Cheveauxrlegers flog teil—
nahmslos an ihr vorüber. Ihm nach stürmten die Mohren
und der Leibjäger.
Nur Testner hielt sein Pferd an. Als der Herzog mit
dem kleinen Gefolge im Walde verschwunden war, stieg er
ab und näherte sich der Zigeunerin, doch diese hatte sich
bereits wieder empor gerichtet. Sie bedurfte seiner
Hilfe nicht.
Tas Blut, welches aus einer Kopfwunde über das
braune Gesicht mit den schlaffen Wangen rieselte, wischt?
Jana sich ab, dann blickte sie Destner mit höhnischer Ver—
achtung in das Antlitz und sagte:
„Dies also war Dein Geschöpf, das Tu an seine Seite
gehoben? Haha! das Werkzeug hat seinen Meister gut ge—
lohnt! Wie Du der Erste warst, wirst Du bald der Letzte
sein Mich hat die Kreatur nur niedergeritten, Dich wird
sie verderben. Geh! und dulde die Strafe, welche Du um
die Deinigen verdieut hast.“
Sie wandte sich ab, um sich zu entfernen. Ta faßte
Destner Janag rauh am Handgelenk, hielt sie zurück und
raunte ihr zu:
„Tiesmal hast Du schlecht prophezeit, Jana! Wie Du,
bin ich auch bei Seite geschoben worden, wenn auch nicht
gewaltsam, wie es Dir eben geschah. Doch verderben
wird mich meine Kreatur nicht. Auch meine Zeit wird
wiederkehren und dann räche ich mich und Dich. Ist es
an der Zeit, dann sollst Du von mir hören und Dich an
der Straäfe erfreuen, die der falschen Hexe werden wird
für das, was sie Dir heute gethan.“
„Ich habe ihr geflucht,“ entgegnete Jana finster, „und
mein Fluch, ich weiß es, wird in Erfuͤllung gehen, auch
ohne Dich.“
„Gleichviel!“ rief Testner ungeduldig und rauh. „Ich
halte mein Wort und Du sollst Zeugin ihrer Strafe
sein.“ —
            
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