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„Alles in Ordnung, Vater Tümmler! Das stolze Hof—
gut hier, samt Garten, Aecker und Weinberg ist unser für
ewige Zeiten! Der Limburger hat's für Euch nicht allein
gekauft, sondern auch schon bezahlt!“
Ein Freudenschrei stießen Vater und Tochter aus, das
Asyl war gefunden und noch dazu in der nächsten Nähe
des Klosters. Wie dankten sie dem wackeren Gesellen und
bestürmten ihn mit Fragen, wie er dies Alles möglich ge—
macht. Der Limburger aber wich lachend solchen Fragen
aus. Das Haus sei bezahlt und auch noch Geld zur Ein—
richtung vorhanden, alles Uebrige würden sie schon erfahren.
Dafür sollten sie nur erzählen, was sie in dem Kloster
ausgerichtet.
Und Dümmler, Louise erzählten. Doch je mehr sie er—
zählten, je trauriger wurde der ehrliche Waidmann und als
das letzte Wort gesprochen, da seufzte er recht lamen—
tabel auf:
„Schlimm, sehr schlimm!“ sagte er wahrhaft nieder—
geschlagen, und auf das Kloster deutend, fuhr er fort: „Was
die einmal in ihren heiligen Händen haben, geben sie nim—
mer wieder heraus!“
Tann versuchte er mit manchem guten Wort und dem
ganzen Aufgebot seiner Ueberredungskunst, Vater und Toch—
ter von ihrem gefährlichen Vorhaben abzubringen; sie hätten
es ja nicht mehr notwendig, denn das Häuschen sei, wenn
auch klein, doch groß genug für zwei Personen — er wolle
gern unter Gottes freiem Himmel schlafen, so lange, bis
er sich einen Stall gezimmert. Doch seine Reden, so gut
sie auch gemeint waren, führten nicht zu dem von ihm ge—
wünschten Ziele und der arme Limburger mußte sich end—
lich in das nun einmal Unvermeidliche ergeben. Er tröstete
sich schließlich, weil es denn doch nicht anders ging, mit
dem Gedanken, daß er ja das liebe Mädchen mit den
frommen treuen Augen so oft er nur wolle, sehen könne,
und dem Versprechen, das Louise ihm mit einem kräftigen
Handschlag gab, jeden Tag zu ihnen herauszukommen vder
ihn im Parloir des Klosters zu empfangen, wenn es ihn
nur verlange, mit ihr zu reden.
Endlich läuteten die Glocken wieder zur Complete, der
Abend war gekommen und das letzte Gebet des Sonntags
sollte im Kloster gesprochen werden. Da nahm Louise Ab—
schied von dem wackeren treuen Manne. Mit Thräuen in
den Augen dankte sie ihm für das, was er für den Vater
gethan, und seiner ferneren Obhut empfahl sie ihn. Der
Limburger vermochte nicht zu reden, seine Kehle war ihm