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doch könne er nicht länger schweigen, da er erfahren, welch
ein großer Verbrecher der Flüchtling gewesen.
Trotz dieses reumütigen und wichtigen Bekenntnisses
ließ der wütende Forstmeister dem geschickt abgerichteten
armen Teufel eine furchtbare Tracht Prügel verabreichen,
die der Zigeuner so lärmend als möglich hinnahm. Doch
die Prügel'halfen nichts, der Flüchtling war fort und sein
Verfolger hatte das Nachsehen.
DTeftner war außer sich vor Zorn; er durfte seinem
Herrn in der Eremitage ja nur dann nahen, wenn er den
Fürsten-Mörder eingefangen. Nun mußte er dem geheilig—
len Orte fern bleiben, wie jeder andere gewöhnliche
Bewohner des Karlsbergs. Tafür aber trat er am näch—
sten Sonntag dem Allergnädigsten selbst wie ein Verbrecher
entgegen, der es nicht verstanden, die Befehle seines
Bebieters, und noch dazu so hochwichtige, auszuführen.
Der Herzog konnte ihm dies nie verzeihen, das fürchtete der
gewandte und jetzt zerknirschte Hofmann nur zu gut.
Ein Wendepunkt war in seinem Hofleben eingetreten,
und sonderbar! gerade in dem Augenblick, wo er glaubt,
die Zügel des Ganzen durch die junge Schöne, welche durch
ihn Herrscherin geworden, in die Hände zu bekommen. Auf
alle Fälle war es eine böse Vorbedeutung. Solche Ge⸗
danken, die sich immer mächtiger in der Seele des fin—
steren, brütenden Mannes entfalteten, quälten ihn end—
lich mehr, als der Mißerfolg selbst oder die ihm verschlossen
hleibende Thür der Eremitage. —
Auch der Samstag war vorübergegangen, still, wie noch
nie, und der Sonntag, die Stunde des Einzuges, des Auf—
ganges der neuen Sonne des Karlsbergs, kam heran.
Die verschiedenen Hofstäbe hatten Zeit genug gehabt, zu
konferieren, ein Programm, des großen Augenblickes würdig.
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zessen Gewissen bezüglich des Unfalls bei dem Jovis-Feste
nicht ganz rein war, ging in seinem loyalen Eifer so weit,
die Geistlichkeit mit Kirchenfahnen, Kreuz, brennenden Lich—
ern und Weihrauch zu dem feierlichen Einzuge, oder viel—
mehr der Einholung des hohen Paares, heranziehen zu
wollen, doch der noch einigermaßen menschlich denkende
Herr Gans bon und zu Schellhorn schlug diese Idee glücklich
aus dem Felde. Dafür aber sollten die Glocken des Karls—
berges und die Homburger Kirchen läuten und die sämt—
lichen drei Regimenter in Paradeuniform mit, wehenden
Fahnen Spalier bilden. Die goldene Staatskarosse, in wel—
her Kaiser Franz Joseph der Zweite nach dem Karlsberg