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Siebenzehntes Kapitel.
Sonntag. — Verschiedenartige Einzüge.
Den Freitag hatte der Herr des Karlsbergs getreun
seinem Wochenprogramm verleben können, doch sein Hof
war sich an diesem und dem folgenden Tage selbst über—
lassen geblieben. Ob die Lebenslustigen von dieser Frei—
heit Gebrauch gemacht und den Göttern der zwei letzten
Wochentage des Zweibrücker Hofkalenders in gewohnter
Weise geopfert, dürfte indessen zu bezweifeln sein, denn
der Schluß des Jovis-Festes war ein so furchtbarer ge—
wesen, daß die zwei Tage kaum hinreichen wollten, die
Folgen zu beseitigen und die dem Verderben glücklich Ent—
ronnenen nur in etwas zu beruhigen. Der so plötzlich über
die überaus lustige Gesellschaft hereingebrochene Feuer—
regen hatte wirklich seine Opfer gefordert, mehrere Per—
sonen, darunter zwei der armen, leicht gekleideten Nym—
phen, waren entsetzlichen Brandwunden erlegen, Andere
erlitten, wie Destner es mit trockenen Worten seinem Herrn
emeldet, schwere Verletzungen. Dem ebenso teilnahmlo—
g Befehl des Herzogs gemäß waren diese Spuren des
Unfalls jedoch schon am Freitag beseitigt worden: die
Toten hatte man kurzer Hand begraben, die Schwerverwun—
deten nach Homburg in das dortige Schlößchen geschafft,
wohin die gestürzte Schönheit, Frau Juliane von Esebeck.
sich schmollend zurückgezogen — um den richtigen Zeit—
punkt ihres Wiedereinzugs auf dem Karlsberg abzuwarten.
der ganz gewiß kommen würde, wie sie meinte.
Von dieser Uebers'edelung in das Homburger Schloß—
lazarett, die einer Verbannung gleichkam, hatte sich ausge—
schlossen, wer nur einigermaßen im Stande dazu gewesen.
Wer früher mit seinen erhaltenen Brandwunden und anderen
Verletzungen, und waren sie noch so unbedeutend, gleich—
sam gepraͤhlt, um Mitleide, Interessen zu erregen, verbarg
seine Schäden nun, nachdem der herzogliche Befehl be—
kannt geworden, so sorgfältig als möglicht Niemand wollte
—DDVD
Sonntag dem Einzuge des Allergnädigsten beizuwohnen