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lassen haben, jetzt schon weit und in Sicherheit sein. Hoffent⸗
lich haben sie mir eine Nachricht hinterlassen, wohin sie sich
gewendet, nach dieser müssen wir suchen und uns vor allen
Dingen Licht verschaffen.“
Für Herrn von Altheim mußte diese Mitteilung recht
niederschlagend gewesen sein, denn er fand als Antwert
nur einen Seufzer, der sich hörbar seiner Brust entrang.
Toch Henry handelte bereits. Er war nach der kleinen
Küche gegangen, wo er auch glücklich ein zweites Feuerzeug
gefunden, nun Licht machte und ein kleines Oellämpchen
änzündete, mit dem er in die Wohnstube und zu Herrn von
Altheim zurückkehrte.
Jetzt blieb den beiden jungen Leuten kein Zweifel mehr,
daß die Bewohner des Louisenhofes mit Sack und Pack
geflohen, denn die Unordnung in den Räumen war eine
solche, wie sie nur durch eine hastige Flucht hatte entstehen
können. Doch kein Zettel, kein Nachweis über das Ziel der
Flucht vermochten sie zu finden. Letztere war wirklich zu
hastig gewesen und der Vater hatte nicht daran denken kön—
nen, dem Sohne eine solche Nachricht zu hinterlassen. Ueber
eine Stunde suchten Beide, kein Winkel, kein Möbel blieb
verschont, doch Alles war vergebens, sie fanden nichts. Da
endlich löschte Henry das Licht aus und sagte:
„Jede weitere Mühe ist umsonst, wir müssen uns fügen
und auf die nächste Zukunft vertrauen, die uns schon Nach—
richt über die Entflohenen bringen wird. Auch ich muß nun
fort von hier, ein längeres Verweilen könnte gefährlich für
mich werden, denn der Herzog hat fast seine ganze Armer
aufgeboten, mich zu fangen. Finden sie mich in der Karls—
lust nicht, dann werden sie gewiß auch hier nachsuchen und
dürfte somit auch für Sie der Aufenthalt in dem Louisen—
hofe gefährlich werden. Deshalb entfernen Sie sich eben—
falls und so bald als möglich, es wird das beste und
sicherste sein.“
Herr von Altheim war recht traurig geworden. Die
Richtigkeit der Worte Henry's sah er ein, doch zugleich auch
seine schönsten Hoffnungen zertrümmert. Toch ermannte er
sich und folgte Jenem hinaus vor das Haus.
„Wohin gedenken Sie sich zu wenden?“ fragte er
Henry.
„Mein Weg führt mich weit weg von hier,“ antwortete
dieser ausweichend. „Doch bin ich in vier oder sechs Wochen,
so, Gott will, wieder in der Pfalz. Sagen Sie mir, wo ich
Sie finden kann, um mir bei Ihnen Nachricht über die