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Dann wandte er seinen Kopf und brummte in seinen
tiefsten Baßtönen: „Esel! — Bis ihr in Wiesbach gewesen
und wieder heimkomnit, ist Mittag vorüber und wir sind
längst über alle Berge! — Haha! was werden Seine hoöch—
fürstliche Durchlaucht und Dero saubere Helfershelfer für
Augen machen, wenn die langen dummen Fanghunde anstatt
mit einer hübschen Dirne mit einem arretierten Spinnräd—
chen als Siegeszeichen von ihrem Zuge heimkehren! An einer
Nase wird es gewiß nicht fehlen und die wird wahr und
wahrhaftig noch länger sein als ihre Beine!“
Noch eine kleine Weile wartete er, dann trat er in das
Haus und begann sein Packet zu machen. Ein Viertel—
stündchen später hatte er einen Ballen zusammengepackt, der
wohl so dick und so groß war, als der riesige Jäger selbst.
Was nur irgend brauchbar gewesen, hatte er beigesteckt, auch
das kleine zu einem Altar geformte Eckschränkchen mit seinem
gesamten heiligen Inhalt. Als ob die Last federleicht wäre.
hob er sie auf seinen Rücken, und bepackt wie ein Saum—
lier eilte er dem Walde zu, wo kaum ein halbes Stündchen
früher der alte Dümmler und sein blondes Töchterchen ver—
schwunden waren.
Glücklich, ohne bemerkt zu werden, durchschritt der
wahrhaft zahm gewordene wilde Jäger die Bruchwiesen und
schlug sich dann in den jenseitigen Wald, wo er bald das
Lindenweiher Thal erreichte und mit dem Förster und Louise
bei der verabredeten Stelle am Teich zusammentraf. Der
alte Mann wie das Mädchen wollten durchaus nicht, daß
der treue ehrliche Mensch, der sich ihnen so uneigennützig
angeschlossen, sich mit dem gewaltigen Pack ferner abmühe.
Doch der Limburger gab nicht nach Lachend meinte er, daß
der Ballen keine Last, wohl aber eine Erleichterung für ihn
sei, denn er halte ja auf dem Wege die Sonne von seinem
Buckel ab. In seinem Schatten marschiere er noch Eins so
leicht und gut. Tie beiden Anderen mußten sich fügen und
so wurde denn die Weiterreise angetreten. So rasch als
möglich wollte man die Grenze des Herzogtums nach Neun—
kirchen zu, zu erreichen suchen und dann nach Bliesmengen
sich wenden, in dessen Nähe das Kloster der Augustinerinnen
Gräfinthal lag, in welchem die Schwester Dümmlers als
Pförtnerin lebte.
In und bei dem Louisenhof war es stille geworden,
kein Laut, keine Bewegung störte die Ruhe, welche über den
einsamen Ort im Walde gebreitet lag. Nur einzelne Vöglein
sangen in den Zweigen, und die Sonne zeichnete ihre lang—
sam, fast unmerklich sich ändernden Schatten auf die Licht-