Full text : Der Karlsberg

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Fehler war es immerhin, das Feuerwerk so nahe den
Tafeln aufzustellen.“
„Werde es dem Herrn Intendanten nicht vergessen.
Weiter!“
„Die Meisten salvierten sich glücklich, doch von dem
Silberzeug wird vieles vermißt.“
„DTie Zigeunerhunde werden es wohl gestohlen haben.
Geduld! auch sie kommen an die Reihe.“
„Die letzten Spuren des Unglücks werden soeben entfernt
und im Schlosse wird heute Alles wieder den alten geregelten
Gang gehen!“
„Genug davon! und nun merke auf, Destner! Ein
Wahnsinniger, ein Hochverräter hat mich in dem Pavillon
des Zwingers überfallen, sein Messer auf mich gezückt. Er
entfloh. Einen Bären, den Kamozky auf ihn gehetzt, hat
er nicdergeschossen. Er wird noch immer in der Karlslust
sein und muß gefangen werden. Du, Destner, bürgst mir
für ihn, denn indirekt trägst Du die Mitschuld an dem
Verbrechen.“
„Ich — Durchlaucht?!“ schrie Destner förmlich auf,
wahrhaft entsetzt über das Attentat, doch mehr noch über
die Anklage, welche er sich noch nicht zu erklären vermochte.
„Du hast ihn in den Bärenzwinger einsperren lassen.“
„Tümmler! der Bruder — jenes Mädchens?!“
„Er war es. Doch kümmert mich die Verwandtschaft
nicht, sie, die Reizende, will nichts mehr von der ganzen
—A
doch der Bursche war klüger, er wußte durch den festen Kerker
auszubrechen. Noch ist er zu finden und muß gefunden
werden, dies beherzige. Durchsuche die ganze Karlslust.
Du kennst sie genugsam! Nimm alle drei Regimenter, wenn
es sein muß, nur finde ihn! Zugleich wirst Du auch mein
gestohlenes Silberzeug finden, dann will ich furchtbares
Gericht halten über den Mörder, wie über die Diebe.“
Destner war erblaßt, er zitterte am ganzen Leibe, doch
oerbeugte er sich tief vor seinem erzürnten und doch auch so
znädigen Herru. Dieser fuhr fort:
„Höre weiter! Der alte Dümmler, der mir meine
Gnade so schlecht vergolten, wird samt seiner anderen Toch—
ter heute noch aufgehoben und in festen Gewahrsam ge—
bracht. Die beiden Offiziere, den Scharfeneck und den
Altheim, entläßt Du dagegen ihrer Haft, sie sind jetzt un—
schädlich.“
i Ter von Altheim hat ein Entlassungsgesuch einge—
reicht.“
            
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