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hübschen und jungen Hof-Bäuerinnen, und immer höher
stiegen jetzt die Wogen der allgemeinen bacchantischen Lust.
In ihren Fluten mußte bald der letzte Rest von Besinnung
untergehen, und das Chaos hätte unfehlbar hereinbrechen
müssen, wenn nicht urplötzlich Etwas geschehen wäre, das
einem furchtbaren Strafgericht des zürnenden Himmels glich,
die schönen Sünderinnen und die ihr Verfallenen getroffen.
Mitten in dem tollen Jubel, das frivole Lachen und
Küssen tönte plötzlich ein starkes, schrilles Knattern und
Krachen, und schon im selben Augenblick brach es von allen
Seiten auf die von Wein und Liebe Berauschten herein, mit
feurigen Funken, Garben und Flammen, unapthaltsam und
immer mäͤchtiger, furchtbarer, zerstörender.
Das in der Nähe der Tafeln aufgepflanzte Feuerwerk
mit seinen Raketen, Schwärmern, Kanonenschlägern und
Sprühfeuern hatte sich vorzeitig an mehreren Stellen zu—
gleich und wohl von selbst entzundet — wie man hätte glau—
ben, wenn Zeit gewesen wäre, darüber nachzudenken — und
sandte nun seine Feuergarben, seine zuckend hin und her—
fliegenden Schwärmer mitten unter die Festgäste, überströmte
sie mit einem furchtbaren, feurigen Regen, der niederfallend
in betäubenden Donnerschlägen endete. Und immer mächti—
tiger wuchsen die Feuermassen, breiteten sie sich aus, kein
Einhalt war mehr möglich: das ganze Feuerwerk, für Stun—
den berechnet, sollte in Minuten, Alles verheerend, zerstör⸗
end, verbrennen.
Ein entsetzlicher Tumult erhob sich unter den Tafelnden.
Gräßliche Schreie des wahnsinnigen Schmerzes der von
den Feuerkörper Getroffenen, verzweiflungsvolles Kreischen
Derjenigen, deren leichte Kleider bereits Feuer gefangen, das
Rufen und Schreien der Flüchtigen nach den ihrigen, die
in dem Tumult umgestoßenen und zusammenbrechenden
Tafeln, das Klirren der fallenden Gläser und Schüsseln —
dies Alles verursachte einen solchen wüsten und furchterweck—
enden Lärm, daß auch das stärkste Herz erbeben mußte.
Wer fliehen konnte, floh nach den Terrassen, dem
Walde zu, Andere krochen unter die Tafeln, dort hoöffend,
Schutz vor dem tötenden Feuerregen zu finden, der unauf—
haltsam und immer stärker niederströmte, die entweihte
Stätte in seiner glühenden Lohe zu verschlingen, zu ver—
nichten drohte: wie einstens Sodom und Gomorah.
Doch auch die Tafeln schützten nicht vor dem feurigen
Verderben. Die linnen Tücher, dann die Tische selbst fingen
Feuer, und wieder mußten die Unglücklichen hinaus in den
glühenden Regen, zwischen die ohne Aufhören hin und her—