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so furchtbar aufgeschrieen hätte. Würde man sie auch gehört
haben, so wäre dies doch ganz gewiß ohne irgend einen Er—
solg geblieben, denn das Hofgesinde war zu gut gezogen,
um durch eine solche Bagatelle sich veranlaßt zu sehen, seinen
Herrn und Gebieter in seinem Vergnügen zu stören. Elsa
war auf sich selbst angewiesen, doch auch keck und mutig
genug, sich erfolgreich zu verteidigen, wenn dies einmal
in ihrem Willen, ihrer Absicht lag, besonders hier, wo
ihr durch ihre Entdeckung beste Gelegenheit dazu gegeben
war.
Nur wenige Augenblicke waren vergangen, seit der
Herzog sich in dem huͤbschen Salon des Heuwagens befand,
da slog plötzlich die Thür der anderen Seite auf und mit
einer hellen, lustigen Lache sprang Elsa mit einem Satz
aus dem Salon zur Erde und mitten unter das dort wei—
lende verblüffte Hofgesinde und die Musikanten. Diese ver—
stummten plötzlich und nun eilte man auch von der anderen
Seite rasch herbei, um zu sehen, was es denn gegeben.
Ein eigentümlicher Anblick bot sich den Staunen—
den dar.
Die Thüre des Heuwagensalons stand weit offen und
drinnen auf dem prächtigen Sopha lag der Herzog-Pächter,
wohl ebenso verblüfft, als sein Hofgesinde, in den Armen
das — schneeweiße Unschulds-Lämmlein Elsa's. Die schlaue
lustige Hexe hatte das arme Tierchen dem verliebten Herzog
nachdem er kaum einige einleitende Worte gesprochen, in die
verlangend nach seiner Schönen ausgestreckten Arme, ihn
selbst aber mit kräftiger Hand auf das Sopha gedrückt und
war dann durch die leicht zu öffnende Thüre, hell und
ĩpöttisch auflachend, verschwunden.
Es war ein Bild zum Erbarmen, um das tiefste Mit—
leid, doch auch um die größte Entrüstung hervorzurufen, und
sie — dieser kleine Kobold lachte dazu' Lachte immer aus—
gelassener und steckte endlich sogar ihre lustigen Gefährtin—
nen, die Nymphen und Dryaden, die sich gewiß nicht auf
eine solche unziemliche, wie undankbare Weise betragen
hätten, mit ihrem tollen Lachen an. Es war abscheulich,
unerhört und Seine Durchlaucht konnten nicht anders, als
die böse Hexe gebührend mit ihrer höchsten Ungnade strafen.
So nur dachte das ganze Hofgesinde, doch der Herr
Pächter dachte anders. Er war klüger, weit verliebter, als
all' die Seinen und machte gute Miene zum bösen Spiel.
Der Widerstand konnte ihn nur noch mehr reizen und seine
duen Erfahrungen sagten ihm: auch ihre Stunde wird
ommen.