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lagen, heftete sie ihre Augen voll spöttischer Verachtung und
Haß starr auf den Herzog, der bei ihrem Anblick unbehag—
lich den Kopf gewendet.
Elsa, der die Karlslust und ihre Bewohner bis jetzt
noch unbekannt geblieben, sah mit Staunen die frenden,
wilden Gestalten, dann die buntgeputzte braune Frau, die
allein das Haupt erhoben dastand und die Vorüberziehenden
so spöttisch verächtlich anstarrte. Das Mädchen verzog für
einen Augenblick das Gesicht und murmelte: „Häßliches,
freches Weib!“ Dann überließ sie sich ungehindert wieder
dem Eindruck, den diese bunte, fremde Welt des Waldes auf
sie machte, plauderte und lachte mit ihren Gefährtinnen und
sah mit nicht geringer Spannung all' den Herrlichkeiten und
neuen Wundern entgegen, die sie ganz gewiß am Ziel ihrer
lustigen Fahrt erwarten würden.
Tas Ziel der Ausfahrt war endlich erreicht. Vor der
heiteren Gesellschaft lagen die breiten Terrassen, welche sich
bis zu dem stillen, grünen Wiesengrunde hinzogen. Trüben
auf der nahen Höhe sah man den Schwanenteich, von einem
freien Plaße, dann von Wald umgeben. Nach jener Richtung
hin und nicht gar weit von dem Teiche lagen in dem grünen
Gehege die Bärenställe, deren dressierte Bewohner dies—
mal, nicht wie sonst, als Akteurs in das Programm des
Festes aufgenommen worden waren.
Auf den verschiedenen Terrassen hatten sich die Wagen
zu gruppieren, dann sollten die ländlichen Spiele auf der
Wiese beginnen, ein großer, hochaufbeladener Heuwagen
stand bereits da; wozu er dienen sollte, wußte man allgemein,
bis auf Elsa, nur zu gut. Hier sollte der verliebte Pächter
seine Pächterin suchen und am Schlusse der Spiele auch
finden. Tann folgte das Diner bei dem Schwanente?ich, wo
bereits die Tische aufgestellt wurden. Nach dem Essen, das
einen ländlichen Hochzeitsschmaus zu repräsentieren hatte,
kehrte der Paͤchter mit seiner neuen Pächterin und seinem
ganzen Hofe wiederum nach den Terrassen zurück, um
einem glänzenden Feuerwerk anwohnen zu können, das dicht
bei und auf dem Schwanenteich als Schluß des Festes abge—
brannt werden sollte.
So etwa lautete das Programm, und Vorkehrungen,
die öffentlichen sowohl wie die geheimen, waren derart ge—
schickt getroffen worden, daß es sich auch in dieser Weise
erfüllen mußte — wenn nicht der Zufall, irgend ein unvor—
hergesehenes Ereignis hindernd dazwischen treten würde.
Doch wer konnte es wagen, den Willen des allmächtigen
Herrn zu durchkreuzen? Es wäre Lästerung, Hochverrat