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ganze Bataillon der filles d'honneur auch fast gleich geklei—
det erschien, die Eine vor der Anderen kaum zu unterschei—
den war, Elsa fiel sofort in die Augen, und das Blendende
des ganzen Schwarmes vereinigte sich gleichsam in ihrer
kleinen Person. Alle, die sich im Schloßhofe befanden,
Herrschaften und Diener, sagten sich dies und beugten sich
ietzt schon der Schönheit des Mädchens und ihrer Macht.
Es währte eine ganze Weile, bis die koketten Bäuerinnen
in ihrem Wagen saßen. Das plauderte, lachte und zankte,
das neckte sich mit den goldenen Rechen und Schäferschippen
so laut und lustig durcheinander — die Damen durften sich
dies schon erlauben, es gehörte sogar zu ihren Obliegen—
heiten — daß es für die übrige, bereits eingestiegene Ge—
sellschaft ein angenehmes Beispiel war, das das ländliche
Fest ganz passend einleitete.
Toch plötzlich erklang ein neuer Glockenruf; der dicke
Bauernvater in dem sammetenen Bratenrocke, mit dem
goldenen Stabe in der Hand, pflanzte sich auf die Stufen
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sich überraschend schnell in eine recht anständige Ruhe.
Seine Durchlaucht erschien — als Pächter und Herr diefer
sämtlichen Knechte und Mägde seines Hofgutes.
Der Herzog sah in seinem eleganten, seidenen Bauern—
kostüm ganz vortrefflich aus, und ein allgemeines Murmeln
unterthänigster Bewunderung erhob sich bei seinem Erschei—
nen. Nur das kecke Lachen einer Mädchenstimme mischte sich
etwas respektwidrig in die hier allein hoffähigen Murmel—
töne. Tie Pächter-Durchlaucht schien sich indessen nicht
darüber zu skandalisieren, es konnte nur Eine Derartiges
wagen, und diese Eine war Elsa, die Alles durfte.
Drei junge, Damen — nein, ideale Mägde, begleiteten
den hohen, freiwillig zum Bauern gewordenen Herrn. Es
waren die drei jüngsten und schönsten Damen des Hofes, die
Fräuleins von Scharfeneck und Bosberg und die junge?
Reichsgräfin von Grehweiler. Auf dem Vordersitß des
Wagens nahmen sie mit strahlenden Gesichtern, ihrem Ge—
bieter gegenüber, Platz, und diese Gruppe gab der, dem
Feste zu Grunde liegenden Idee den ersten, bestimmten
und richtigen Ausdruck. Die Eingeweihten machten darüber
ihrer unterthänigsten Admiration durch ein süßes, bedeut—
sames Lächeln, ein bewunderndes Neigen der bepuderten
Häupter Luft.
Ja, der hübschen Hofidylle lag eine Idee zu Grunde,
Seine Durchlaucht hatte sie höchst selbst erfunden und ver—
sprach sich auch für ihre eigene Person das Allerbeste davon.