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und schreiend erhoben, während an den anderen Tischen ein
lautes Gelächter erscholl, dem jedoch nur zu bald Flüche
und Drohungen folgten. Fanden sich die Grenadiere doch
ebenso schwer durch das Thun des Jägers beleidigt, wie
ihre Kameraden, die Husaren; auch einer der Ihrigen lag
ja darniedergeworfen am Boden, und wenn ihre Waffen sich
auch vor wenigen Augenblicken in ihren Vertretern feind—
lich cinander gegenüberstanden, so waren sie jetzt natürliche
Verbündete. Die Schmach war eine gemeinschaftliche und
gemeinschaftlich mußte sie gerochen werden.
Das schrie, fluchte und tobte lärmend und wirr durch—
einander; schon blitzten die Säbel und die meisten der Sol—
daten waren auf den Beinen und wandten sich nun gegen
den Jäger. Doch dieser war auch nicht stille, noch faul
geblieben. Den Alten und seine Tochter drängte er wider
die Mauer des Gebäudes, dann ergriff er rasch eine der
freigewordenen Bänke und schleuderte das lange Stück Hoß
mit einer solchen Leichtigkeit und Vehemenz im Halbkreise
hin und her, dann wieder hoch in die Luft, daß seine An—
greifer trotz ihrer großen Ueberzahl, trotz ihrer blanken und
gefährlichen Wafsen, es im ersten Augenblicke nicht wagten.
vorzurücken.
Tas arme Mädchen war in einer Todesangst, doch mehr
noch um den Vater, als um sich selbst. Beide Arme hatte
sie um den Hals des alten, hilflosen Mannes geschlungen
und mit ihrem Körper suchte sie den seinigen zu decken.
Toch vor der Hand war die Gefahr noch nicht so nahe, denn
wie von Eisen gegossen stand die mächtige Gestalt des Jägers
schützend vor ihnen, die beiden Beine ausgespreizt und unter
lautem, höhnendem Drohen seine furchtbare Waffe hand—
habend. Wenn die Soldaten indessen auch noch zögerten.
bor der Hand nur fluchten und tobten, in wenigen Augen—
blicken konnte die Szene eine ganz andere werden, denn ein—
mal mußten sie angreifen, ihr Zorn, ihe Wut steigete sich
mehr sund mehr. Auch lockte der furchtbare, ungewöhnliche
Lärm bereits andere Kameraden von den fernen Schänken
aus den Kasernenhöfen und Ställen herbei. Der Knäul der
Angreifer wurde immer dichter um die Drei, und die Angst
des alten Mannes um sein Kind vergrößerte sich umsomehr,
als er sich keine rechte Vorstellung von der Gefahr zu machen
im Stande war und solche nur an dem entsetzlichen Geschrei,
dem Fluchen und Drohen ihres Verteidigers, des wilden
Jägers, bemessen konnte.
Da durchbrach plötzlich ein junger Husar die Reihen
der Soldaten. Es war ein Offizier und einen blanken Säbel