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„Wie danke ich Dir, mein liebes Kind, daß Du ein—
gewilligt hast, mein Haus zu bewohnen und mir fortan
Deine Nähe zu gönnen, die mich so glücklich macht!“
Was würde Mutter Agnes wohl darum gegeben haben.
hätte sie diese unerhört huldvolle Anrede hören können!
Doch die Antwort Elsa's würde sie diesmal zu einer Bild—
säule versteinert, wenn nicht gar der Schlag sie gerührt
haben, denn kaum hatte Serenissimus geendet, als statt der
einzig passenden Erwiderung das hübsche kecke Mädchen —
eine helle lustige Lache auffchlug, die ganz sicher bis in's
Vorzimmer und in die Ohren der Müllerin dringen mußte,
wenn selbige nicht ganz gehörlos war.
Der Herzog fuhr überrascht zurück, doch verlor sein Ge—
sicht nicht den freundlichen Ausdruck Eine solche Anfnahme
seiner Huld und Gnade, in Worten kund gethan, wie er sie
wohl selten Jemand zu hören gegeben, war ihm neu. Doch
das Lachen paßte so vortrefflich zu dem schelmischen Blick
der Augen, und nun folgten als notwendige Ergänzung
Worte, die wiederum im Einklang mit dem lachenden
Mündchen standen, daß der Fürst kein Unbehagen empfand.
wohl aber sich ungehindert dem Zauber dieser ihm voll⸗
stäudig neuen und fesselnden Erscheinung hingab.
„Sie danken mir, Durchlaucht?!“ so rief Elsa; dann
lustig weiterplaudernd: „Das ist das Unglaublichste, was
ich bis jetzt noch erlebt! Bis gestern bewohnte ich ein altes
Haus in dem einsamen düsteren Walde, wo ich kaum ein?
Menschenseele sah, ein Tag wie der andere ging dahin, still
und ohne Freuden. Heute bin ich in einem Schlosse, wo die
Wände von Gold sind, und was ich nur wünsche, bekomme
ich: prächtige Kleider, köstliches Essen! Es ist mir wie in
einem Märchen! Sogar die alte kluge Frau mit dem wackeln⸗
den Kinn und dem zahnlosen Munde, die mir gute Lehren
geben will, ganz gewiß aber eine — Here ist, fehlt nicht.
Doch auch nicht der Zauberer, der ebenso mächtig als gut
ist, und mir dies Alles spendet, sogar noch danken will, daß
i angenommen, während ich ihm doch nur danken
sollte!“
„Ich habe noch nichts für Dich gethan, was Dank ver—
dient, doch ich will ihn verdienen! Eine Wohnung sollst
Du erhalten, wie Deine Märchen sie schildern, all' Deine
Wünsche, kaum ausgesprochen, soll der Augenblick befriedi—
gen, wer in Teiner Nähe atmet, Dir huldigen, und Dich als
seine Königin betrachten!“
„Das wäre zu viel, Durchlaucht, und würde mich ver—
legen machen, denn dafür fände die arme Elsa keinen pas—