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Das Schlaf -und Toilettezimmer sowie der Frühstücks—
salon befinden sich im Grunde in einem und demselben
Raum und sind nur durch Draperien von einander getrennt.
Das Ganze ist ein riesiger viereckiger Saal; einmal geteilt—
bildet eine Hälfte den Salon. Die zweite rückwärts gelegene
besteht abermals aus zwei Teilen, den Schlaf- und Toilette—
zimmern. Die Draperien ersetzen die Scheidewände, weite
Portieren die Thüren, und werden durch letztere die drei
Piecen mit einander verbunden, wie auch die beiden rück—
wärts gelegenen am Tage ihr Licht durch die stets weit
offenen Draperien von dem fensterreichen Salon empfangen.
Die Wände, Decken, Draperien des Schlafzimmers sind
zugleich bestimmt, die Lampen mit ihren mattgeschliffenen
Glasglocken und Krystallbehängen zu tragen, welche am
Abend, in der Nacht das reiche lauschige Gemach erhellen.
Auch von der Decke hängt ein kleiner Kreis ähnlicher Lam—
pen nieder und eine zauberische Wirkung muß es sein, wenn
die Krystalle in dem sanften Lichte auf dem dunklen satten
Hintergrunde glitzern und schimmern.
Das breite Lager hatte gleiche Draperien, Decken wie die
Wände und auch der Fußboden ist mit demselben Sammet
belegt, nur sind hier Bouquets und Arabesken von gelber
Seide hineingestickt.
Ueber dem Lager und an der einen festen Seitenwand
hängen noch einige für den Ort passende Gemälde, worunter
sich besonders ein Urteil des Paris auszeichnet, ein Meister—
werk Bouchers und für den Herzog und den Karlsberg mi
großen Kosten in Paris gekauft.
Weite Portieren führen von diesem ebenso prächtigen
als üppigen Raum in das Toilettenzimmer und in den
Frühstückssalon. Ersterer ist ringsum drapiert mit schwerem
rosa Seidendamast, mit eingewirkten Amoretten in den ver—
schiedensten Situationen und Beschäftigungen. Die Dra—
perien des Salons bestehen aus gelbem Lyoner Seidenbrokat
in den prachtvollsten Mustern. Die Möbel sind vergoldet,
wie die Einrahmungen der Spiegel, Gemälde und der ver—
schnörkelten Schränke, welche sich zwischen den Fenstern er—
heben. Letztere enthalten — die Dosensammlungen des Her—
zogs, der deren weit über tausend Stück besitzt, eine reicher
und prächtiger als die andere und alle von größtem Wert.
Die sonstige Ausstattung steht im Verhältnis zu diesen mit
dem raffiniertesten Geschmack ersonnenen Räumen und ist
des Karlsbergs wie dessen Herrn und Gebieter würdig.
Noch besitzt der gelbe Salon an seinen beiden Lang—
seiten zwei reichgearbeitete und ebenfalls vergoldete Flügel—