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heiten ihrer kleinen, hübschen Schutzbefohlenen, doch dies
nur ganz insgeheim. Für Dich hat sie auf mein Geheiß
einen ganz wunderbar schönen Markedenterinnen-Anzug
hergerichtet, in dem Tu noch heute Abend vor unserer Durch—
laucht paradieren sollst. — Es war die Ursache, welche mich
so lange von Tir entfernt hielt! — Mutter Agnes hat ihn
bei sich, samt einer ganzen Toilette: Spiegel, Bürsten, Käm—
me, Pomade, Odeurs und was sonst noch Alles dazu ge—
hören mag. Tu setzt Dich zu ihr in den Wagen und im Fah—
ren kleidest Du Dich um — ich klettere einstweilen zu Jean
auf den Bock. Wir fahren nach Vogelbach, wo Serenissimus
mit seinen Siegesscharen bivouakiert. Bist Du fertig, so
giebst Tu mir dann ein Zeichen und ich steige dann zu Dir
in den Wagen und werde Dich weiter instruieren. Noch
bemerke ich Dir, daß der Wagen samt der Müllerin Deiner
warten, und hast Du Deine Rolle für heute ausgespielt —
sie wird und darf als Debüt nur zu kurz sein — so führen
sie Tich auf den Karlsberg, wo bereits ein Appartement
und die nötige Bedienung für Dich bereit gestellt ist. —
Toch da ist der Wagen! Jetzt rasch hinein und an die
Toilette!“
Ter Wagen, welcher langsam vorwärts gefahren, dann
an passender Stelle gewendet hatte, war bei Destner und
Elsa angelangt. Ersterer öffnete den Schlag und ohne Zau—
dern stieg Elsa, mit Hilfe einer älteren Frau, deren fahles,
schwammiges Gesicht mit grinsender Freundlichkeit ihr ent—
gegenlächelte, in den großen halbdunklen Kasten. Destner
schloß die Thüre des Wagens, schwang sich auf den Bock
und rauch rasselte das schwerfällige Gefährt davon in die
Nacht des Thalgrundes hinein und dem etwa eine gute
Stunde entfernt liegenden Dorfe Vogelbach zu.
Die admirable Armee des Herzogs mit ihrer helden—
mütigen Generalität an der Spitze hatte Wunder der Ta—
pierkeit vollbracht. Streng programmgemäß war die Er—
stürmung des Dorfes Vogelbach ausgeführt worden und
nur ein paar arme Bauern und Rinder waren dabei über—
ritien, zwei oder drei spärlich gefüllte Scheunen in Feuer
aufgegangen. Es war den Betreffenden übrigens ganz recht
zeschehen, warum hatten sich die Ersteren so unvorsichtig
aus ihren Häusern gewagt, um ein paar magere Kühe vom
Felde hereinzuholen, als die tapferen Chevaurleger mit ge—
wohnter bewunderungswürdiger Bravour heransprengten:
und dann, warum hatten die Besitzer der durch brennende
Pfropfen in Brand geratenen Scheunen ihre mageren Ern—
ten nicht auf dem Felde gelassen? Es war doch kaum der