Full text : Der Karlsberg

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nach dem Walde zu ablenkenden Offiziere scharf mit den
Blicken verfolgte. Auch Destner hatte sie gesucht und, ein—
mal gefunden, ließ er sie nicht mehr aus den Augen. Rasch
hatte er von den zuletzt heimkehrenden Grenadieren vier
Mann zu sich beordert, mit denen er ebenfalls den Weg
nach dem Walde, wenn er auch just nicht den, welchen die
Offiziere wandelten, einschlug.
Henry hatte seinen Gegner und dessen Begleiter ernst
durch ein Neigen des Hauptes begrüßt. Leicht und lächelnd
erwiderte Scharfeneck den Gruß, doch Altheim trat auf den
Förster zu und reichte ihm mit einem schmerzlichen Lä—
cheln die Hand.
„Ich bedauere lebhaft, Herr Dümmler,“ sagte er, „daß
wir uns dennoch also gegenüberstehen müssen. Doch mein
Kamerad hat mir mitgeteilt, daß besonders Sie es gewesen,
der auf dem Zweikampf bestanden.“
„Und er hat die Wahrheit gesprochen, Herr von Alt—
heim,“ entgegenete Henry ruhig.
„Wäre gar kein Verständnis mehr möglich?“
„Herr von Scharfeneck kennt meine Bedingungen: er
darf nie mehr einen Fuß in die Nähe des Louisenhofes
setzen, nie mehr den Versuch machen — Elsa zu sehen.“
„Tas ist ja eben die Unmöglichkeit, mein werter Waid—
mann!“ scherzte der Chevauxleger-Offizer, „und da Sie keine
anderen Vorschläge zu machen haben, so müssen wir uns eben
ichlagen. Doch ich vermisse Ihren Sekundanten!“
„Ich denke, ein Zeuge wird genügen, und bitte ich Herrn
von Altheim, auch mir diesen Dienst zu leisten.“
„Obgleich dies vollständig gegen Brauch und Herkommen
ist,“ entgegenete Scharfeneck, unbehaglich mit der Achsel zuck—
end, „so will ich mich doch damit einverstanden erklären
— vorausgesetzt, daß Altheim nichts dagegen einzuwenden
haben wird.“
„Herrn DTümmler gegenüber bin ich gerne zu jedem
Tienst bereit,“ sagte der junge Husar, „wenn ich auch be—
dauere, ihm dies nicht bei einer anderen — angenehmeren
Gelegenheit bethätigen zu können.“
„Ich danke Ihnen, Herr von Altheim.“
„Dies abgemacht — en avant!“
Damit schloß der Chevauxleger das Gespräch und schritt
rasch weiter, schweigend und ernst folgten ihm die beiden
Andern. —
Das Thal, von beiden Seiten dicht bewaldet, zog sich
in scharfer Biegung tiefer in die Berge hinein; lange
brauchten die Trei wohl nicht zu suchen, um einen geeigneten
            
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