Full text : Der Karlsberg

Vorwort.

Auf vielseitiges Verlangen haben wir uns entschlossen,
den in früheren Jahren bei seinem ersten Erscheinen mit
großem Beifall aufgenommenen kulturgeschichtlichen Ryman
„Der Karlsberg“ von Ernst Pasque in Buchform er—
scheinen zu lassen. Derselbe schildert in beinahe historischer
Treue das Leben und Treiben am Hofe des Herzogs Karl
August II.
Wir haben diesem Buch auch die Photographien des ver—
storbenen Herzogs und feiner Gemahlin beigefügt sowie
eine Gesamtansicht der damaligen in seiner Art großar—
tigen Schloßanlage, welche mit ihren Palästen beinahe den
Janzen Höhenzug beherrschte nebst einer Abbildung des
herzoglichen Schlosses selbst.
Es isi,ein in der Geschichte fast einzig dastehender Fall,
daß von einer so feenhaften Anlage und all den Herrlich⸗
keiten des Lust- und Bergschlosses des Herzogs Carl Au—
—V Ludwig XIV.
bei Paris und St. Germain errichteten Prunkbauten un ver—
chwenderischer Pracht mit einem Kostenaufwande von 14
Millionen Gulden (Mark 24000 000) erbaut wurde, nach
einem verhältnismäßig kurzem Zeitraume von über hundert
Jahren außer verschiedenen Fundamentmauern ugnd der
noch teilweise sichtbaren Anlagen des Schwanenweihers und
Bärenzwingers in Karlslust nunmehr die Mauerreste und
sellerräume des damaligen Orangeriegebäudes die Nach⸗
welt an vergangene Zeiten erinnern. In diesem Gebäude
befand sich zu Herzogs-Zeiten die Wohnung des Oberhof—
marschalls, sowie das Kellermeisteramt, in den übrigen
Räumlichkeiten war eine Gemälde- und Kunsts ammlung des
Herzogs untergebracht.
Eine Sammlung von Römerdenkmalen, für welche ein
besonderes Gebäude errichtet werden sollte und die allein
von dem Brande verschont blieb, wurde später unter fran—
zösischer Verwaltung als Baumaterial versteigert. Ueber
die Zerstörung des Karlsberges selbst möge hier noch Einiges
aus einem Berichte Rheinwald Platz finden: Am 28. Juli
1798, an einem Samstag Abend, stand das Schloß in lichten
Flammen, nachdem es am selben Tage der Plünderung
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.