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röhren, die an einer Seite geschlossen sind, während auf der anderen das Gestänge
in den zylindrischen Hohlraum hineinragt. — Kolben mit Ringliderung haben in der
Kolbenwand Rinnen eingedreht, in welche eine Liderung aus Hanf, Filz, federnden
Metallringen u. s. w. gelegt wird.
Die Ventile dienen zum Abschluß der Saug-, Druck- und Steigerohre und werden
danach Saug-, Druck- und Hub-Ventile genannt. Sie sollen dicht und schnell schließen
und sich leicht öffnen, ohne daß Stöße erfolgen. Sie müssen ferner so eingebaut sein, daß
ie gut zugänglich sind; bei größeren Pumpen erhalten die Ventile daher in besonderen
Ventilkästen ihren Platz, an welchen eine Thür angebracht ist. Jedes Ventil besteht aus
dem Ventilkörper oder Ventilsitze, auf welchen sich beim Schließen der bewegliche Theil,
das eigentliche Ventil, dicht auflegt, ferner muß eine Hubbegrenzung und bei manchen
Ventilen eine Führung vorhanden sein. Je nach ihrer Gestalt werden unterschieden:
Teller-⸗, Kegel-, Kugel-, Klappen-Ventile, ferner Doppelsitzventile, bei welchen das
Wasser an 2 Stellen durchströmt (Garben- oder Glocken-Ventile), und mehrsitzige Ventile
Pyramidenventile), welche aus mehreren über einander liegenden Ringen bestehen, deren
oberster mit einem Deckel verschlossen ist.
Die Gestänge, mit welchen die Bewegung der Kraftmaschinen auf die Pumpe über—
zragen wird, bestehen aus Holz, Schmiedeeisen und Stahl. Die einzelnen Theile der—
elben müssen fest miteinander verbunden sein, es müssen Vorrichtungen für die Gerad—
ührung der Gestänge im Schachte angebracht sein, sowie ferner Fangvorrichtungen,
velche bei Gestängebrüchen wirksam werden sollen. Außerdem müssen bei eisernem
Sestänge zur Gewichtsausgleichung Gegengewichte oder Belastungsgewichte vor—
handen sein.
Unterirdische Wasserhaltungsmaschinen stehen mit den Pumpen unter Tage in
unmittelbarer Verbindung ohne jede Uebertragung durch Gestänge, Pleuelstangen u. s. w.
Dieselben sind entweder Dampfmaschinen oder Wassersäulenmaschinen. Sie gestatten
eine größere Kolbengeschwindigkeit und dementsprechend geringere Dimensionen und
weniger Anlagekosten, als Gestängemaschinen. Im Schachte erfordern sie nur wenig
Raum, weil außer dem Dampfzuleitungsrohre nur ein Steigrohr von geringen Dimen—
ionen einzubauen ist, und das Gestänge, die Geradführung, Fangvorrichtungen in Weg—
fall kommen. Allerdings sind diese Maschinen der Gefahr des Ersaufens ausgesetzt.
Findet ein Wasserzufluß auf mehreren Sohlen statt, so muß auf jeder derselben eine
Maschine stehen.
Als Abteufpumpen eignen sich leicht gebaute Hubpumpen, welche schnell tiefer gehängt
verden können, am besten. Dieselben werden an Ketten oder Drahtseilen mittelst
Flaschenzügen oder Haspeln aufgehängt oder an Senkschrauben und Hängestangen
aiedergelassen. Als letztes Stück des Saugrohres benutzt man einen starken Gummi—
chlauch mit eingelegter Drahtspirale, welche an seinem Ende mit Saugkorb versehen ist,
„Schläucher“ genannt; auch kann das letzte Ende des Pumpenrohres, an welchem der
Schläucher hängt, durch einen „Degen“ verlängert werden.
Mittel zum Wasserheben, außer den Kolbenpumpen, bestehen darin, daß man das
Wasser in Kübel füllt und mit dem Haspel oder der Fördermaschine zu Tage fördert,
ferner in Strahlpumpen, Pulsometern und Hebern. Die Strahlpumpen beruhen darauf,