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artig leiten und vertheilen, daß sie an alle wetternöthigen Punkte gelangen und daß
unterwegs keinerlei Verluste vorkommen können.
Bei einer guten Wetterführung müssen die einfallenden Wetter zunächst bis zum
iefsten Punkte gelangen und von da möglichst in aufsteigender Richtung geführt werden.
Ferner dient der Vervollkommnung der Wetterführung die Theilung des Hauptwetter—
tromes, d. h. man darf denselben nicht der Reihe nach durch sämmtliche Baue führen,
sondern muß jedem Flötze, jeder Abbausohle und, wo möglich, jedem Abbauorte einen
telbstständigen Theilstrom zuführen.
Die Theilströme vereinigen sich hiernach in besonderen Strecken, welche keinem
andern Zwecke dienen und ziehen in einer gemeinschaftlichen Hauptwetterstrecke zum aus—
ziehenden Schachte. In allen der Förderung und Fahrung dienenden Strecken müfsen
Wetter sein, welche noch keine Abbaue durchzogen haben. Mittel zur Wetterführung sind
Wetterthüren, Wetterlutten, Wetterscheider.
Wetterthüren bezwecken die Richtungsänderung des Wetterstromes. Dieselben bestehen
uus Holz, müssen die Strecke dicht abschließen und sind in einem hölzernen oder eisernen
Kahmen befestigt, welcher entweder unmittelbar an den Streckenstößen abgedichtet ist oder
sich in einem Mauerwerke befindet. Um jede Störung des Wetterstromes durch das
Deffnen der Thüren zu vermeiden, muß man in Hauptförderstrecken immer 2 hinter
inander anbringen. — In Abbaustrecken bedient man sich an Stelle der Wetterthüren
iuch wohl der Wettergardinen aus getheertem Segeltuch, Hanf oder Jute, welche billiger
iber weniger haltbar als Thüren und außerdem feuergefährlich sind.
Wetterlutten werden benutzt, um einzelne Oerter entweder durch Theilströme aus dem
Hauptwetterstrom oder mit Hülfe von Wettertrommeln, Strahlgebläse, Handven—
tilatoren u. s. w. zu bewettern. Sie bestehen aus Holz, Zinkblech, verzinntem, ver⸗—
bleitem oder verzinktem Eisenblech. Die hölzernen sind zwar billig, werden aber leicht
undicht, sind dem Verfaulen ausgesetzt und bieten dem Wetterstrome Reibungsflächen
Die Lutten können saugend oder blasend wirken und entweder natürlich oder künstlich.
Auf den Einbau der Lutten und die Aufstellung der Ventilatoren wäre näher ein—
ugehen.)
Wetterscheider treten an die Stelle der Wetterlutten, wenn es sich um Abtrennung und
Fortführung größerer Wettermengen handelt. In den Strecken werden die Wetter⸗
scheider entweder unter der Firste oder an der einen Seite angebracht, je nachdem die
Sürecke genügende Höhe bezw. Breite hat. Die in der Firste angebrachten Scheider
bdestehen immer aus einem Bretterverschlage, die anderen theils aus einem solchen, theils
aus Wettergardinen oder Mauerwerk. —
Auf ähnliche Weise kann man einen Schacht, der zu gleicher Zeit zum Ein- und
Ausziehen der Wetter dienen soll, durch einen Schachtscheider in zwei wetterdicht ge—
trennte Räume theilen.
Beleuchtung der Grubenräume: man unterscheidet fesistehende und tragbare Be—
euchtung; erstere wird durch größere, mit Petroleum, Rüböl, Benzin, Ligroin gespeiste
Lampen oder durch elektrisches Licht bewirkt, sie wird angewendet in Füllörtern, Ma—
schinenräumen, Pferdeställen u. s. w. Derartige Räume erhalten zweckmäßig einen
veißen Kalkanstrich.