guten Wetterführung und zur Vermeidung von Explosionen größeren Umfangs, mög⸗
lichst kleine Felder zum Abbau vorzurichten.
187. Bei der Wahl der Abbaumethode ist zu berücksichtigen:
a) das allgemeine räumliche Verhalten der Lagerstätten, ob sie plattenförmig,
massig, unregelmäßig, oder nierenförmig sind, der Neigungswinkel der Lager—
stätte, das Streichen und Fallen der Mulden- und Sattellinie,
die Mächtigkeit und Reichhaltigkeit der Lagerstätten, das Verhalten ihrer Aus—
füllungsmassen zum Nebengestein, ob dieselbe, fein eingesprengt, von Berge—
mittel. durchs —2 nicht,
c) das Verhalten des Gesteins, Vorhandensein von Ablösen und Schlechten,
d) ob eine oder mehrere Lagerstätten vorhanden sind und in letzterem Falle die
Mächtigkeit und Beschaffenheit des dieselben trennenden Bergemittels.
2) Rücksichten auf Wetterführung und Wasserhaltung,
f) das Vorhandensein, die Art und der Preis des Unterstützungsmaterials und
die Lage zum Versetzen.
188. Raubban nennt man eine Abbauweise, bei welcher nur ein baldiger und beträchtlicher
Nutzen, ohne Rücksicht auf dessen Nachhaltigkeit, erstrebt wird.
Man theilt die Abbaumethoden in der Hauptsache darnach ein, ob bei ihnen Berge—
versatz angewendet wird oder nicht. Ersteres geschieht, wenn beim Abbau selbst viel
Berge fallen; nur selten werden zum Zwecke des Versatzes Berge von Tage in die Grube
geschafft.
Beim Versetzen der Berge ist zu berücksichtigen, daß jedes Gestein nach seiner Gewin—
nung einen größeren Raum einnimmt, als in seinem natürlichen Zusammenhange. Die
Verhältnißzahl, welche für jedes Gestein diese Volumenvermehrung angiebt, nennt man
„Schüttungcoefficient“
Derselbe beträgt
bei Sand, Kies, Gerölle ..
bei weichem Gestein, Steinkohle
bei festem Gestein. .. .
bei sehr festem Gestein
191. Ohne Bergeversatz baut man im Allgemeinen mächtige, flach gelagerte Lagerstätten ab,
doch auch steil einfallende von geringerer Mächtigkeit, wenn sie keine Vers atzberge liefern
und ihr Liegendes eine natürliche Sohle bildet. Doch ist die Trennung keine scharfe.
192. Man unterscheidet:
74.
A. Abbaumethoden mit Bergeversatz.
a) Firstenbau,
b) Strebbau.
B. Abbaumethoden ohne Bergeversatz.
Pfeilerbau.
D. Tagebau.
193. Firstenbau wird angewandt beim Abbau von Gängen und steil aufgerichteten Stein—
kohlenflötzen. Die Vorrichtung besteht darin, daß zwei übereinanderliegende streichende