Full text : Im Mai 1888

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In die blaue Ferne ziehen.
Cust und Schmerz, sie beide wohnen
Dicht zusammen auf der Erde,
Und dieselbe Sonne scheinet
Auf das Weinen und das Lachen.
Glücklich aber, wer im Herzen
Still des Daseins Sorgen träget,
Wo er steht, den Platz behauptend,
Starken Sinns, ein Held im Ringen,
Selbstgenügsam Andern gönnet,
Was ihm selber nicht geblühet.
Nicht der Neid soll uns die Seele
Füllen, wenn des Schicksals Würfel
Uns nicht deckt den Tisch der Freude.
Und so sprachen wir noch Manches
An der schönen Wirthshaustafel
(Diner nennen's die Franzosen,
Und zum Lachen ist's in Deutschland).
Duftig stieg des Weines Nynmiphe
Aus krystall'nem Flaschengrunde
Und kredenzte uns den Becher.
Wunderbar auf Bergeshöhen
Schmeckt die fein gewürzte Mahlzeit
Frohgestimmten Menschenkindern.
Doch die Wirkung ist verschieden,
Wenn der Weingott uns umgaukelt
Mit der Phantasie Gebilden.—
Feierlich erhab'nen Fluges
Schwebt des Einen Geist zum Aether,
            
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