Full text : Im Mai 1888

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Mit dem Besen trifft sie wuchtig
Schlag auf Schlag der Waldfrau Rücken
Und den weißen Götterleib,
Daß es schallt, und dabei ruft sie:
„Gelbe Griechenherxe, will dich
Lehren, was sich schickt und ziemet,
Und wie deutsche Besen kehren
Solchen Unrath aus der Ehe.
Nimmer sollst du meinen Gaͤtten
Wieder jemals so bethören.“
Dabei trifft sie unaufhörlich
Rasend schnell der Waldfrau Körper,
So daß diese, schmerzergriffen,
heulend in den Abgrund flüchtet.
Zu Graf Harrach aber spricht die
Schwer gekränkte Gattin: „Bin dein
Weib in Demuth, dir gehorsam
Aller Wege, nur nicht hierin.
Niemals werd' ich dulden solche
Buhlschaft hinter meinem Rücken,
Nie mein Frau'nrecht theilen mit solch
Hergelaufenem Gesindel,
Wie die Waldfrau ist. Eh' will ich
Opfern, wenn's auch etwas theuer,
Tausend gute Besenstiele.
Und Graf Harrach steht beschämt und
Wundert sich des Muths der Gaͤttin,
Folgt ihr still zum Schlafgemache.
Wacker ist im Grund sein Wesen,
            
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