46
„Trinke zu lange nicht, Fritz, denn die Eisenbahn
wartet nicht unser.“
Cange noch wird der Besuch den Dhaunern die Seele
erfreuen. —
Heut' ist erblichen der Stern, der Deutschlands
Hoffnung getragen.
Einsam ruhet der Fürst in dem Schooße der trauernden
Erde.
Ach! ein böses Geschick zerschmetterte jählings den
Helden,
Sieger in Schlachten, an Güte und Tugend ein Vorbild
den Menschen,
Kaiser in Deutschland der zweite und Sohn des
unsterblichen Wilhelm.
Traurig verhüllt sich das Volk und beweinet den Laiser,
den todten.
Aber nun brachen wir auf, die Burg und Ruinen zu
schauen,
Weimann, der Gastwirth, als kundiger Führer, dem
Zuge vorschreitend.
Riesige Trümmer von Stein, als die Manen ver—
gangener Grße,
Nahmen uns auf in der Burg. Auf kriegesgewaltigen
Mauern
Pflanzte die webende Heit, wie im Spiele der ew'gen
Verjüngung,