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Sind Laubgehäng und Blüthen, sind Lerchenschlag und
Singen.
Der Wind kommt leis gezogen, vom Walde tönt
ein Wunderklingen.
So steigt der Fuß nach oben in froher Wanderung.
Die Brust wird weit und freier, das Herz wird
wieder jung.
Die Rundschau dehnt sich mächtig. Der Blick, getaucht
in Ruh,
Schweift über Berg und Thäler dem fernen Horizonte zu.
Tief unten bleibt das Treiben der Welt und ihrer
Pein.
Vom hohen Stand betrachtet, wie ist der Mensch so
klein!
Sein Planen und sein Ringen sind so pygmäenhaft,
Nicht werth der bangen Sorge, der aufgewandten
Cebenskraft.
Und denkt man an das Hassen, das Nenschen oft
erfüllt,
Das Schlangengift der Selbstsucht, dem oft ihr Thun
entquillt:
Dann flieht man gern von hinnen auf stille grüne
Höhen.
Bergeinsamkeit, wie selis! wo Ruh' und Frieden uns
umwehen.