Full text : Im Mai 1888

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So ist dem Einen ein Grauen, was Andern entzücken—
des Bildniß.
Mannigfach ist das Empfinden und mannigfach ist
das Erwerben.
Einsam schreitet der Denker, den Kaufmann erfreut
das Gedränge.
Cangsam reift die Idee fernab von der wogenden
Menge,
Aber Ausführung und That gehören dem lärmenden
Markte.
Und wie am blauenden Himmel dahin zieht die ein—
same Wolke,
Also wandelt in Stille, das Göttliche suchend, die
Seele.

Gellend ertönte der Pfiff der Cocomotive am Bahnhof
Sauct Johann's an der Saar; doch nennt vor—
sündfluthliche Weisheit
Wunderbarlich den Bahnhof noch immer den Bahnhof
Saarbrücden.
Lächelnd vernimmt es der Fremde und glaubt sich zu
täuschen im Namen,
Aber in deutlichen Zügen erscheint ihm die Aufschrift
süanrbrücken.
„Saget mir, Freundchen,“ so spricht er, „nicht wahr, ich
bin in Saarbrücken?
Ciegt Fanct Johann denn noch weit? Ich dächte,
es läge am Bahnhof P“
            
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