30
t.
1d
ra
en
d.
zte
oll
m
ise
ed,
das
ter
eis
ge⸗
nen
und
gen
en;
ib. 44
bei
olen
Mi⸗
lung
war
tter⸗
Iben
soll. Wo das der Fall ist, mag der Teufel befehlen und
regieren wer da will!“
Flemming lächelte, Maria aber warf ablenkend die Frage
ein: „Also ich, lieber Onkel, soll die Schuld daran tragen,
daß der Ferdinand einen so ernsten Verweis erhalten hat?“
„Ja, Du und Niemand anders als Du, Du muthwillige
Hexe!“ bestätigte Siegfried; „ich habe Dir immer gesagt,
daß man nicht mit Feuer spielen soll, besonders nicht, wenn
es als Irrlicht in dem Gehirn eines verliebten Narren
erscheint!“
„Sorge nicht, lieber bester Onkel,“ — entgegnete Maria
jetzt ernster, „ich werde die Sache mit dem Ferdinand schon
wieder in Ordnung bringen. Nuͤr bitte ich Dich, ihm keinen
Groll nachtragen zu wollen. Durch Fehler, die ich ver—
schulde, soll kein Unschuldiger leiden.“
„Da sieh Einer das Mädel an!“ rief der Inspector,
„man sollte wahrlich meinen, der süße Ferdinand wäre nicht
so ganz im Unrecht; was sagen Sie dazu, Herr Flemming?“
„Nachdem die Angelegenheit ihre Aufklärung und Erle—
digung gefunden, hat sie auch ihre Bedeutung verloren,“
entgegnete der Gefragte, „und überlassen wir es meiner
lieben — Nachbarin hier, sich mit ihrem Anbeter, der kein
Freund der Blumensprache zu sein scheint, auf geeignete
Weise auseinander zu setzen. Was aber Herrn Bartholdy
anbetrifft, so hoffe ich, daß demselben keinerlei Unannehm—
lichkeiten für die Zukunft daraus erwachsen werden. Ich
habe denselben heute Morgen als einen wahren Ehrenmann
kennen gelernt.“
„Wie sollte das?“ warf Siegfried lebhaft ein; „auch ich
und wir Alle halten den unglücklichen jungen Mann für
einen höchst ehrenwerthen Charakter und können nur beklagen,
daß ihn seine Ideen, die ja niemals die unsrigen sein können,
auf Wege gebracht haben, welche schließlich Alle in das
Gefängmß oder in die freiwillige Verbannung führen. Schade,
jammerschade um den jungen Menschen.“
Siegfried erhob sich und verließ das Zimmer und mit
einer Thräne im Auge sah Dora dem Manne nach, der