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Gibt es ein Blatt wohl in der Weltgeschichte
Das dem, was Deutschlands Schwert geschrieben, gleich?
Wo ist ein Volk an Ruhm und Ehr' so reich,
So strahlend in der Treue reinstem Vichte?
Das waren sichtbar Gottes Strafgerichte
Und für Eroberer der Fingerzeig:
Dem Frevler folgt das Elend ernst und bleich,
Daß es ihn strafe oder auch — vernichte!
Napoleon war besieget und sein Heer
Mit ihm gefangen oder lag erschlagen
Am Boden in dem eig'nen Land umher,
Das zu betreten Er nicht mehr darf wagen!
Er, der fich der Gesellschaft Retter nannte,
Sank in das Grab der eignen Schmach und Schande.
Friede und Heimkehr des Kaisers.
15. März 1871.
Fast alle Vesten Frankreichs sind gefallen,
Ergeben mußte sich das Welt-Paris,
Das jüngst Napoleon so stolz verließ
Im Siegeswahn mit seinen Kriegs-Vasallen.
Da hörten wir die Friedensglocken schallen;
Wie drang so tief in alle Herzen dies!
Und welche Freude, als es endlich hieß
„Der König kommt!“ so heiß geliebt von Allen!
O hehrer Tag! O Tag der reinsten Freude!
Wie festlich prangen uns're Städte heute
Wo Jeder nach dem Bahnhof drängt und strebt;
Wie froh das Herz in jeder Brust erbebt
Als wir den Heldenkönig wieder schauen
Den hold begrüßen unsre junge Frauen! 18)