Full text : Feierabend-Stunden

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Des Kriegers Pflicht und Bürgertreue gingen
In diesem heil'gen Kampfe Hand in Hand,
Und tönt das hohe Lied vom Vaterland,
Wird diese Wahrheit ewig hell durchklingen!

Wo's galt, die größten Opfer darzubringen,
Dahin war treu ein jedes Herz gewandt,
Es trennten weder Glaube uns noch Stand —
Das ganze Volk half nach dem Ziele ringen.

Und ist nicht Jedem auch ein Lohn geworden
Durch einen Titel oder einen Orden —
Der höchste Preis er ist für Alle gleich;
Ein Lohn, der jedes Herz macht freudig beben,
Ward vom allgüt'gen Vater uns gegeben:
Im Kaiser und dem neuerstand'nen Reich!

Einzug Br. Majestüt des Königs.
9. August 1870.
Das Festgewand schmückt unsre Städte heute:
Es zieht der Heldenkönig Wilhelm ein,
Nach langer Nacht der erste Sonnenschein,
Nach vielem Leid die erste reine Freude!

Noch kürzlich sah'n wir hier die wälsche Meute
Sich blähen als die Sieger an dem Rhein,
Und wo sie wähnte Herrscherin zu sein
Ward sie des deutschen Schwertes sich're Beute!

Von Wörth kommt eben her die sich're Kunde
Daß Kronprinz Friedrich eine Schlacht gewann;
Wer ist es, der die Freud' beschreiben kann
Mit der die Nachricht ging von Mund zu Munde!
Gott ist mit uns und mit dem deutschen Heer,
Dem Herrn sei Ruhm und Dank und Preis und Ehr'!
            
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