Full text : Feierabend-Stunden

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Da draußen aber tobte wild die Schlacht!
Drei Uhr war es, als General von Göben
Befehl zum Sturme auf die Höh'n gegeben,
Und Alles sich bereit zum Angriff macht!

Horch! wie es furchibar rollt und tobt und kracht!
Den Boden schien ein Vulcan zu beleben,
Und wie der Tod auch mäh't, die Muth'gen streben
Die Höh' hinan, bis sie das Werk vollbracht!

Der Degen ist dem Offiziere Stütze,
Er geht den Seinen in den Kampf voran.
Begeistert folget ihm der brave Schütze,
Ach! deutsche Treue ist kein leerer Wahn!
Was hier geleistet Kraft und Tapferkeit,
Fort wird es leben bis in spät'ste Zeit!

Mit blut'gen Füßen und zerriss'nen Händen,
Erklimmen sie die steile Felsenwand,
Bis daß erreicht der wald'ge Bergesrand,
Von wo die Feinde Tod, Verderben senden.

Doch ob sie alle Kräste jetzt aufwenden,
Vergeblich ist der kühnste Widerstand,
Der preuß'sche Muth behielt die Oberhand,
Für ihn gewonnen konnt die Schlacht nur enden!

Und als das kühne Meisterstück gelungen
Auch noch hinauf zu bringen zwei Batt'rien,
Die bald Vernichtung überall hin spie'n,
Da endlich schien der Widerstand bezwungen!
Und „rückwärts sich der Feind zu concentriren,“
Was man auch nennen kann „den Muth verlieren!“
            
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