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Ankunft der ersten preußischen Truppen.
6. August 1870.
Gott Lob! Wir waren von dem Feind befreit!
Und heimwärts Frankreichs stolzer Aar geflogen,
Und was Frossard zu diefem Schritt bewogen
Zu rathen brauchte man nicht lange Zeit.
Die preuß'schen Truppen waren nicht mehr weit
Und nahten sich in einem ehr'nen Bogen,
Die Vorhut kam am Morgen schon gezogen.
Empfangen hier mit deutscher Herzlichkeit
Was nur an Trank und Speisen aufzubringen,
Trug Arm und Reich den Kriegern froh entgegen,
Und wünschte den Befreiern Heil und Segen,
Die muthvoll auf dem Weg zum Schlachtfeld singen:
Mein deutsches Vaterland kannst ruhig sein,
Fest steht und treu die Wacht, die Wacht am Rhein!“
Und dieser Sang ergriff mich wunderbar, —
Nie hab' des Liedes Macht ich so empfunden!
Wer konnte ahnen, daß in wen'gen Stunden
Es schon ein Grabeslied für Viele war!
Doch muthig zieht hinaus Kameke's Schaar
Und rasche Salven uns es bald bekunden,
Daß sie des Feindes Nachhut aufgefunden
Und hier noch nicht vorüber die Gefahr!
Stark war'n die Höh'n von Spichern noch besetzt,
Sowie des Thales Senkung dicht davor
Durch eine Abtheilung von Frossards Corps;
Zum raschen Angriff schritt Kameke jetzt
Es mußte sein, — und seine Division
Trug einen Vortheil Anfangs auch davon!