Full text : Feierabend-Stunden

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Die Straßen werden stille und es schlossen
Die Bürger eiligst ihre Läden zu,
Im Keller waren Viele wie im Nu,
Gesichert vor den feindlichen Geschossen!

Doch draußen feuern immer unverdrossen,
Noch Vierziger; ach! Vetter, hättest Du
Gesehen deren Heldenmuth und Ruh,
Du hättest Jeden an Dein Herz geschlossen!

Weh' Euch Franzosen!“ hört' man vielfach sagen
Von Euch kommt sicher Keiner an den Rhein,
„Wenn alle Deutschen sich so wacker schlagen!
„Doch heut' wird jeder Muth vergeblich sein,
„Schon naht der Feind in immer größ'rer Zahl
„Vom „Hahnen“ her und von St. Arnual!“

Der Bürger drängt: „Jetzt geht zurück, ihr Schützen,
„Heut' habt Ihr mehr gethan als Eure Pflicht;
Zurück! zurück! Und zögert länger nicht,
„Was kann ein fern'rer Widerstand noch nützen?“

„Seht Ihr dort nicht der Feinde bunte Mützen?“
„„Ja, doch!““ und schnell ist ein Gewehr gericht'
Fin Blitz, ein Knall und jäh zusammen bricht,
Noch einer von des Kaiserthrones Stützen

Nun fort! Lebt wohl! Auf baldig Wiedersehen!
Noch einen Schluck, noch einen Druck der Hand,
Und müd' hinüber auf den rechten Strand
Sieht trauernd man die braven Männer gehen!
Das war der einz'ge, vielgeprief'ne Sieg
Des Kaiserreiches in dem heil'gen Krieg!“
            
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