Full text : Feierabend-Stunden

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„Man konnte deutlich seine Zelte sehen,
Und hören das Getrommel und Fanfaren,
Auch merken, daß es viele Tausend waren
Die sich gelagert auf der Grenze Höhen!

„Wie wird es uns Saarbrückern hier ergehen?“
Frug Jedermann; man hatte ja erfahren
Schon früher, wie die welschen Söldnerschaaren
Sich auf das Plündern, Brennen gut verstehen!

„Ich glaub', man hat uns völlig aufgegeben!
„Was können zwei Schwadronen uns hier nützen
„Und diese Handvoll vierz'ger Füfiliere?“
So sprach gar Mancher jetzt mit Angst und Beben
In Gruppen, welche feiernd vor der Thüre
An jedem Haus in vielen Straßen sitzen.

Nachdenklich stand auch ich vor meiner Thüre,
Da hör' ich das Getrab von Reiterei,
Ich blicke auf, — „Ach! Herrgott steh' mir bei!
„Dort kommen in der That ja Kürassiere!“

Und als ich schon nicht wenig Lust verspüre
Zu seh'n von welchem Regiment es sei,
Da rief man laut: „Ulanen sind's, juchhei!“
Und lachend zogen die ins Kampfreviere.

Im Drillichrock und in dem blanken Helme
Der Feuerwehr — ein Anblick sonderbar!
Ritt sie ins Feld, die kühne Reiterschaar!
Und die Franzosen hielten wohl die Schelme
Für frische Truppen, welche angekommen
In großer Zahl und Stellung hier genommen!
            
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