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funkelte, bereit, zum Abschneiden des Ringfingers. .4
Da knatterte der Revolver, ein Knall und der Räuber
taumelte zurück, einen wilden Fluch ausstoßend. Das Weib,
seine Helferin, stand wie gelähmt vor Schreck. Ein zweiter
Schuß und auch sie taumelte zu Boden. Unbekümmert um
ihren Fall, suchte der Räuber das Weite zu gewinnen, die
hrennende Laterne zurücklassend.
Der Verwundete an dem Weidenstamme raffte seine Kraft
zusammen und kroch zu dem Orte der Schandthat. Das
Weib lag scheinbar zu Tode getroffen am Boden. Der
Krieger ergriff die zurückgelassene Laterne und untersuchte
das Opfer der Schlachthjyänen. Der Mann lag in seinem
Blute, und man hätie ihn für eine Leiche halten können,
wenn nicht die Auͤgen von einem seltenen Feuer belebt
gewesen wären. Der preußische Offizier — ein solcher war
der Verwundete am Weidenstamm — ließ den Schein der
Laterne voll auf den Liegenden fallen, der vergebliche An—
strengungen machte, sich zu erheben. Bitter klang es von
seinen Lippen, als er den vor ihm stehenden Preußen wahr⸗
nahm:
„Erst die Räuber, dann der Feind; o Gott, mache meinen
Leiden ein Ende!“
—„Der Feind“ — entgegnete der Preuße — „wie Sie
mich in unserer gegenwärtigen Lage mit Unrecht nennen,
hat Sie, mein Herr, vorläufig von den Räubern befreit und
würde sich glücklich schätzen, wenn er auch Etwas zur Lin—
derung Ihrer Leiden thun könnte,“ entgegnete der Offizier
im geläufigsten Französisch. Der Verwundete schüttelte leicht
das Haupt, dann entgegnete er kalt:
„Der' Tod ist das Einzige, was ich noch zu wünschen
und zu hoffen habe.“
„Noch ist es so weit nicht gekommen, mein Herr“, tröstete
der deutsche Offizier, „verlieren wir Beide den Muth nicht,
deun es wird bald Hilfe nahen.“ Der Andere schien diese
Worte kaum zu hören; nur ein tiefer Seufzer entrang sich
seiner Brust. Theilnahmsvoll ruhte das Auge des Deutschen
auf dem Leidensgenossen, als er nochmals anhub: