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Graf Hochfelden war in Erlenbronn eingetroffen, wo auch
die in seinen Diensten befindlichen Beamten und Pächter sich
eingefunden hatten. Zwischen den Männern wurde verab—
redet und eingerichtet, was die Wichtigkeit der Umstände
erforderte. Volkinsfeld wurde mit der Wahrung der gräf—
lichen Interessen und dem Schutze der gräflichen Familie
beauftragt. In einer herzlichen Ansprache legie der Graf
den Versammelten die Pflichten an's Herz, welche jeder
Mann in dieser prüfungsvollen Zeit gegen das Vaterland
zu erfüllen habe. „Ich hoffe und scheide in der Ueber—
zeugung, daß jeder von Ihnen an seinem Platz sein wird
und dies macht mir den Abschied von Haus und Herd leichter.
Morgen begebe ich mich zu meinem Regiment; meine Frau
und Tochter werden bis auf Weiteres hier in Erlenbronn
verweilen.“ Noch war der Graf im Begriff, Anordnungen
zu treffen, da öffnete sich die Thüre, stramm und militairisch
grüßend trat in Uniform der Oberjäger Hellmuth vor den
Oberst und meldete:
„Alles zum Abmarsch bereit! Der Herr Oberst wolle
nur befehlen, zu welcher Stunde.“
Helle Freude leuchtete in dem Blicke des Grafen, doch
ernst sprach er zu dem Förster:
„Hellmuth, diesmal laß mich allein ziehen! Du, wackerer
Freund, Du wirst wohl hier bleiben muͤssen, denn auch hier
wird man Männer bedürfen. Ein großer und schwerer
Kampf steht uns bevor; wie, wann und wo er enden wird,
das weiß Gott allein! Auch die Zurückbleibenden werden
den Krieg auf ihre Weise mitmachen müssen. Es wird für
jeden Vaterlandsfreund viel zu thuͤn geben, und daß ich Dich
hier zurücklassen kann, ist eine große Beruhigung fur mich!“
„Zu Befehlen Herr Oberst“, entgegnete Hellmuth, „aber
es ist auch eine Beruhigung für die Frau Gräfin und das
quädige Fräulein, wenn sie wissen, daß ich in der Nähe des
Herrn Obersten sein kann, und — Herr Volkinsfeld ist schon
der Mann, hier das Nöthige zu versehen!“
„Schon recht, lieber Hellmuth“, entgegnete der Graf,
„aber auch Du hast Famille und — —