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noch mehr gesprochen, aber die Wirthin kam jetzt dazu und
da hielt Anton es für nicht gerathen, dieses Thema weiter
zu verhandeln.
Am Schmerzenslager Friedrichs saß weinend Johanna
als ihr Vater eintrat. Er war nicht wenig erstaunt, als er
die Hände der beiden jungen Leute so innig und fest in ein—
ander verschlungen sah. Friedrich lehnte jeden Dank des
Obersteigers bescheiden ab. „Ich habe nur gethan, was
meine Pflicht war, Herr Wiederhold, und den schönsten und
süßesten Dank finde ich in der Liebe Ihrer Tochter, meiner
Johanna, um deren Hand ich Sie in den nächsten Tagen
bitten wollte, nachdem mir ihr Herz schon lange in Liebe
angehört .. ..“
Der Obersteiger war tief bewegt. Er küßte den Ver—
wundeten auf die Stirne und sagte feierlich: „Wenn es
Gottes Wille und der Wille Deiner Eltern ist, dann sollst
Du mir als Sohn herzlich willkommen sein. Du bist ein
braver wackerer Junge und meines einzigen Kindes werth!“
„O Gott! sei gelobt!“ entgegnete Friedrich, so ist aus
der drohenden Gefahr mir das hoͤchste Erdenglück erblüht.“
Bald trat auch Frau Wiederhold ein und bis in die
späte Abendstunde waren die Eltern an dem Lager des Ver—
wundeten in innigstem Verkehr bei einander.
Bald darauf stand der Stollnpitt vor den Schranken
des Gerichts, wurde aber als unzurechnungsfähig in eine
Anstalt geschickt, wo er besser aufgehoben war als bisher,
wo er obdachlos mit allem Elend zu kämpfen hatte.
Ein Jahr darauf, am ersten Mai, wurde in Kleinmerfeld
eine Hochzeit gefeiert, wie der Ort sie selten erlebt hatte.
Johanna und Friedrich reichten am Altar sich die Hand zum
Bunde für das Leben. Das ganze Städtchen nahm den
innigsten Antheil an dem Feste. Der Förster Hans Reh—
bein war Brautführer, während die schöne Tochter des
Grafen Hohenthal den jungen Werkmeister zum Altar geleitete.
Die im Kampfe mit dem Bucklichen erhaltene schwere Ver—
letzung hatte keine nachtheiligen Folgen für ihn gehabt und