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Blicken darbbot. Auf des Försters Anordnung wurden aus
der nächsten Hütte Wasser und Branntwein herbeigeschafft,
Friedrichs Wunde untersucht und so gut es ging, verbunden,
benso der Pitt, der jetzt alles mit stoischer Ruhe über sich
ergehen ließ. Als dies geschehen, erzählte Friedrich dem
Foͤrster, was sich mit ihm und dem Bucklichen zugetragen
und war derselbe nicht wenig überrascht, als er den von
Wiederhold verlorenen Kaufbrief erblickte. Sollte der Buck—
liche auch die hundert Thaler gefunden haben? Er unter—
suchte die Taschen desselben und war in der That nicht wenig
froh, als er das Briefcouvert und die vier Fünfundzwanzig—
Thalerscheine vorfand.
„Jetzt auf, nach Kleinmerfeld“, sagte er, „damit wir dort
die Anzeige machen und thun, was gethan werden muß.
Fritz, fühlst Du Dich noch kräftig genug, den Weg zu
machen?“
Dieser bejahte die Frage, fiel aber alsbald wieder ohn—
mächtig nieder; der starke Blutverlust hatte ihn zu sehr
geschwaͤcht. Es wurde eine Holztragbahre herbeigeschafft und
der Verwundete darauf gebettet. Daunn befahl der Förster
dem Stollnpitt, ihm voranzugehen und keinen Versuch zur
Flucht zu machen und so ging der Zug dem Städtchen zu,
vorau die beiden Holzhauer mit der Tragbahre, auf welcher
der verwundete Werkmeister lag. Die übertriebensten Gerüchte
liefen bald um, und die Theilnahme für Friedrich, den Jeder—
mann im Orte gern hatte, war aufrichtig.
In das am nördlichen Ende von Kleinmerfeld gelegene
Haus des Obersteigers Wiederhold war die Kunde von dem
Mordanfall des Stollnpitt auf den jungen Stein und des
letzteren schweren Verwundung noch nicht gedrungen.
Die Familie saß beim Nachtessen und eben war von den
Lippen des Obersteigers das „Amen“ des Tischgebetes ver—
klungen, als sich die Thüre rasch öffnete und der Gruben—
wächter mit bestürzter Miene in das Zimmer trat. „Glück
auf!“ grüßte er und der Obersteiger und seine Familie er—
widerten freundlich den Gruß des alten Mannes.