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und sich in Schenken und Herbergen das ganze Jahr hin—
durch herumtrieb; kurz, es war einer jener Menschen, der
da leble, ohne daß jemand recht wußte, von was er sich und
seine Familie eigentlich ernährte.
„Zeige mir das Papier, Pitt“, sagte der Werkmeister.
Nach Linem mißtrauischen Blick reichte er ihm das Aktenstück.
Nachdem Friedrich einige Augenblicke in demselben gelesen,
richtete er den erstaunten Blick auf den Bucklichen und forschte
weiter:
„Wo hast Du das her, Pitt?“
Mabes gefunden auf der Bank unter der dicken Blut—
uche.“
„Pitt, lasse mir das Papier, das gehört dem Obersteiger
Wiederhold!“ sprach alsdann der Werkmeister, „ich werde
es demselben bringen.“
„Ne, ne!“ rief der Buckliche, „der kriegt es nit! Der
hat mich von der Grube gebracht.“
„Sei kein Narr, Pitt, Du kannst das Ding ja nicht
brauchen“, redete der Werkmeister dem Aufgeregten zu, „hier
hast Du einen Thaler, nimm, auch der Obersteiger wird
Dir noch ein Trinkgeld geben. Er reichte ihm einen blanken
Thaler hin, aber der Buckliche sprang wüthend auf den jungen
Mann los und suchte ihm das Papier zu entreißen. Dieser
machte jedoch eine Wendung, verbarg den Kaufbrief in der
Brusttasche und reichte abermals dem Bucklichen das Geldstück.
Dieser aber schrie wüthend:
„Dieb, schlechter Kerl, gieb mir das Papier! Der Ober⸗
steiger soll es nit haben; es ist mein und bleibt mein!“
Muͤ diesen Worten stürzte er sich auf Friedrich und packte
denselben mit seinen langen Armen so mächtig an der Kehle,
daß ihm der Athem stockte. Der Angegriffene fühlte, daß
der Buckliche ihm an Körperkraft überlegen und davon
Gebrauch zu machen gesonnen war; ihm hatte Friedrich nur
die größere Gewandtheit entgegen zu stellen. Es gelang
ihm, sich durch einen schnellen kräftigen Ruck den Angreifer
noch einmal vom Leibe zu schaffen, der in diesem Augenblick
einem wahren Unhold glich: unheimlich und vernichtend