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scheuchten einigermaßen die Wolken von seiner Stirne und
auch der Wein that sein Möglichstes, sich heute bei Wieder—
hold als wahrer Sorgenbrecher zu bewähren.
Im Kreise froher kluger Zecher
Wird jeder Wein zum Goͤttertrank!
Denn ohne Weib und ohne Becher
Bleibt man ein Narr sein Leben lang
Und alle Kehlen stimmen fröhlich ein;
Es leben Weiber, Gesang und Wein!
ertönte es hell und laut an der Tafelrunde und als der
Förster sich nach Dem umschaute, der mit reiner klarer
Stimme das Lied hielt und leitete, da sagte er zu Paul,
„bei Gott, das ist ja der blonde Anton, der so schoön singt!
Paul, da sind wir heute wieder gerade so bei einander wie
damals, als wir alle drei um die schöne Anna freiten. Es
ist freilich schon ein Viertel Jahrhundert her . ... Ich will
den Anton rufen, er kann mit uns trinken — wir sind ja
so lange die intimsten Freunde gewesen als Buben, warum
sollen wir's nicht auch als Männer sein ... hast Du was
dagegen, Paul ?“
„Nein, durchaus nicht,“ entgegnete dieser, „wenn der
Anton zu uns koömmt, soll mir's recht sein. rufen thue ich
ihn nicht.“
Der Förster war schon aufgesprungen. „Anton!“ rief
er, dem Blonden die Hand entgegenstreckend, „komm, setze
Dich her zu uns, altes Haus und laß uns froh sein, wie
wir es waren zusammen in unserer Jugendzeit.“
Der Sternwirth erwiederte den herzlich gemeinten Gruß
des Försters ebenso herzlich und auch Paul, der während
beinahe fünfundzwanzig Jahren den Blonden geflissentlich
gemieden und seinen Verkehr mit ihm nur auf das Unum—
gänglichste beschränkte, reichte dem ehemaligen Jugendfreund
die Hand und bald saßen die Drei so heiter und ungezwungen
beieinander, wie ehemals, als ihnen die Jugend noch lachte
und ehe die Liebe den Zankapfel unter das Jünglingsklee—
blatt geworfen hatte. Heute war der lustige Hans von ehe⸗
mals ein breitschulteriger Förster, dessen Schnurrbart schon
mehrfach grau melirt war; der blonde Anton war glatt rasirt